• 20.12.2010, 10:42:14
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Erfolgsgeheimnisse der Unternehmen

Wien (OTS) - Wo stehen Unternehmen in Bezug auf
Leistungsfähigkeit? An welche Maßnahmen glauben Unternehmen? Und
worauf setzen Marktführer? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der
Hernstein Management Report. Befragt wurden 302 Führungskräfte in
Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Kurzfristige Maßnahmen versus einschneidende Veränderungen

Während mehr als die Hälfte der Schweizer und deutschen
Unternehmen vor allem auf radikale Changeprozesse setzen, um die
betriebliche Leistungsfähigkeit zu erhalten, sind nur 29% der
österreichischen Unternehmen überzeugt, dass einschneidende
Veränderungen notwendig sind. Dafür setzen 47% der österreichischen
Unternehmen auf kurzfristige Maßnahmen, wie z.B. die Forcierung des
Vertriebes und Kostenreduktion, wenn es um den Erhalt der
Leistungsfähigkeit geht.

23% der österreichischen Unternehmen sehen in ihren Umsatz- und
Gewinnzahlen überhaupt keinen Anlass für Änderungen oder Maßnahmen.
In Deutschland und der Schweiz können dieser Aussage nur 8 bzw. 11
Prozent zustimmen. "Es scheint, dass österreichische Unternehmen von
der Krise weniger betroffen waren bzw. sich weniger betroffen
fühlen", so die Hernstein Institutsleiterin Katharina Lichtmannegger.
"Das mag auch an der österreichischen Wirtschaftsstruktur liegen."

Eigentümergeführte Unternehmen glauben mehrheitlich, die
Leistungsfähigkeit eher durch kurzfristige Maßnahmen erhalten zu
können, wohingegen nur 27% der managementgeführten Unternehmen diese
Meinung teilen. Auch die Unternehmensgröße ist entscheidend. Firmen
über 1000 Mitarbeiter sind eher für einen radikalen Change als für
kurzfristige Maßnahmen" erläutert die Hernstein Leiterin die
Ergebnisse.

Engagement und Wissen der Mitarbeiter nutzen

Länderübergreifende Gemeinsamkeiten gibt es allerdings bei den
Maßnahmen zur Sicherung der Leistungsfähigkeit. Unternehmen setzen
dabei auf ihre MitarbeiterInnen. 70% meinen, dass das Engagement und
das Wissen der MitarbeiterInnen besser zu nutzen sei. An zweiter
Stelle steht die Entwicklung der Führungskräfte und des
Managementteams. (CH: 64%, D: 69%, A: 52%). 53% der befragten
Großunternehmen halten es für notwendig, sich mit Trends, Forschung
und Entwicklung zu befassen.

Die Studie zeigt auch Widersprüchlichkeiten auf. Einerseits werden
die MitarbeiterInnen als zentraler Erfolgsfaktor gesehen,
andererseits ist es den Unternehmen nicht so wichtig, dass die
MitarbeiterInnen mit kundenbezogenen Informationen in Berührung
kommen. Nur 42% Prozent aller Unternehmen geben an, dass dies eine
erfolgreiche Maßnahme zur Sicherung der Leistungsfähigkeit sei.

Komplexität der Führungsaufgaben

Die Aufgaben der Führungskräfte in Bezug auf die Sicherung der
Leistungsfähigkeit sind vielfältig. Neben der Investition in
MitarbeiterInnen, die bei den befragten Führungskräften an erster
Stelle rangiert (70%), werden auf Platz 2 gleichwertig die
langfristige Planung, die Entscheidungsfreudigkeit und der Umgang mit
Widersprüchen sowie das Schaffen von Dialog- und Austauschräumen
genannt.

"Die Umfrage zeigt sehr gut, dass sich die Führungskräfte der
Aufgaben und Erwartungen, die an sie gestellt werden, bewusst sind.
Um diesen Anspruch im Führungsalltag gerecht zu werden, braucht es
eine Klarheit über die eigene Rolle, Stabilität als Person und gutes
Selbstmanagement. Und das bedeutet wiederum eine konsequente Arbeit
an der eigenen Persönlichkeit", ist Katharina Lichtmannegger
überzeugt.

Geheimnis der Marktführer

Und was zeichnet Marktführer aus? Nach Ansicht der befragten
Unternehmen ist der entscheidende Wettbewerbsvorteil, die hohe
Außenorientierung (63%) in Verbindung mit einer klar definierten
Strategie (57%). Die Preispolitik ist für 54% der Führungskräfte das
Erfolgsrezept, um an die Spitze der Branche zu gelangen.
Personalthemen wie Teamfähigkeit im Management und das Image als
attraktiver Arbeitgeber stehen am unteren Ende der Skala.
Unternehmerisches Lernen rangiert an letzter Stelle. "In Deutschland
wurde das Thema allerdings schon als sehr bedeutend erkannt (56%).
Wir können nur hoffen, dass auch österreichische Betriebe bald
kollektives Lernen, insbesondere bei Führungskräften als
Produktivitäts-Turbo erkennen", so Lichtmannegger.

Hernstein Management Report

Der Hernstein Management Report ist eine jährlich durchgeführte
Studie zu aktuellen Leadership- und Managementtrends. Die Abwicklung
und Auswertung der Studie erfolgt durch OGM Österreichische
Gesellschaft für Marketing, Wien.
Befragt wurden insgesamt 302 Führungskräfte von Großbetrieben aus
Österreich, Deutschland und der Schweiz (ab 100 Beschäftigten). Pro
Land fand jeweils ein Drittel der Interviews statt.

Rückfragehinweis:
Mag. Daniela Kaser, MAS
PR & Marktforschung, Hernstein Institut für Management und Leadership
T: 01/514 50-5633, E: [email protected]

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