- 15.12.2010, 12:27:42
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JUGENDVERTRETUNG: Armut bekämpfen statt bei Kindern, Jugendlichen und Familien einsparen!
Aktueller Sozialbericht belegt Armutsgefährdung von Familien und AlleinerzieherInnen. Sparmaßnahmen fatal!
Wien (OTS) - Für die Bundesjugendvertretung (BJV) bestätigt der
aktuelle Sozialbericht einmal mehr die dringende Notwendigkeit
politischer Maßnahmen zur Armutsbekämpfung: "Bereits jetzt sind vor
allem Familien mit mehreren Kindern, Menschen mit
Migrationshintergrund und AlleinerzieherInnen überdurchschnittlich
von Armut bedroht. Dass in Österreich eine Million Menschen, darunter
239.000 Kinder, armutsgefährdet sind, ist beschämend", betont
BJV-Vorsitzende Magdalena Schwarz.
Die Vorsitzende warnt insbesondere vor den Folgen der geplanten
Sparmaßnahmen im Zuge der Budgetsanierung: "Gerade die bereits von
Armut gefährdeten Gruppen werden durch die geplanten Budgetkürzungen
überdurchschnittlich zur Kasse gebeten. Das ist nicht nur sozial
ungerecht, sondern auch fatal für unsere Gesellschaft!"
Um wirtschaftlichen Aufschwung zu erreichen, müsse insbesondere in
Bildung und Arbeitsmarkt investiert werden. Das habe auch die jüngste
Fachtagung von BJV und wienXtra zu Kinder- und Jugendarmut gezeigt.
"Armut wird in Österreich nach wie vor stark vererbt. Die Politik
muss endlich Maßnahmen setzen, damit Kinder und Jugendliche aus der
Armutsspirale herauskommen können - Bildung ist hier eines der
wichtigsten Mittel. Die Regierung bemüht sich jedoch lieber um
politische Machtinteressen statt um gleiche Bildungschancen für alle
Kinder und Jugendlichen. Das europäische Jahr gegen Armut und soziale
Ausgrenzung hat leider zu keinerlei politischem Umdenken
beigetragen", so die Vorsitzende abschließend.
Rückfragehinweis:
Bundesjugendvertretung Mag.a Nicole Pesendorfer Öffentlichkeitsarbeit Tel.: 01/ 214 44 99-15 Mobil: 0676/ 880 111 048 mailto: [email protected]
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