- 15.12.2010, 12:25:29
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Blecha: Alleinverdiener-Absetzbetrags-Streichung wird zum Bumerang für Pröll
Ab 2011: Netto-Verluste von rund 20 Euro trotz Pensionsanpassung
Wien (OTS) - Als "Bumerang" für Finanzminister Pröll wird sich
laut Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha die geplante
Streichung des Alleinverdienerabsetzbetrages (AVAB) für Pensionisten
erweisen.
Blecha: "Es ist unerhört, im nachhinein Ehepaare, die mit nur einer
Pension auskommen müssen, weil die Frauen in Ermangelung
entsprechender Kinderbetreuungseinrichtungen in den Sechziger-Jahren
zu Hause tätig waren, ihnen heute ihr Einkommen massiv zu kürzen!"
Blecha rechnete vor, dass bei einer Pension in der Höhe von 1.300
Euro der Netto-Verlust durch die AVAB-Steichung trotz
Pensionsanpassung von plus 1,2 Prozent fast 21 Euro ausmacht, bei
1.500 Euro Monatspension es netto 20 Euro weniger geben wird und bei
1.800 Euro Pension auch noch 18 Euro monatlich weniger im Börsel sein
werden. "Pröll muss bedenken, dass von diesen Pensionen zwei Personen
leben müssen. Es ist überdies eine noch größere soziale
Ungerechtigkeit, dass bei kleinen Pensionen, das Minus am Größten
ist!"
Für Blecha ist dieses falsche Signal an die ältere Generation
"fatal". Durch die AVAB-Streichung holt sich der Finanzminister bei
den Pensionisten 67 Millionen Euro. Die mehr als 110.000 Betroffenen,
eigentlich rund 240.000, zeigen kein Verständnis dafür. "Diese 67
Millionen Euro hätte man wahrlich gerechter aufbringen können, wenn
ich mir den verhältnismäßig geringen Beitrag der wirklich Vermögenden
anschaue", findet der PVÖ-Präsident kein Verständnis für die harte
Pensionskürzung.
Blecha richtete "einen letzten Appell an die Regierungsparteien und
deren Abgeordnete, die geplante kalte Pensionskürzung" nicht zu
beschließen.
Rückfragehinweis:
Andy Wohlmuth
Pensionistenverband Österreichs
Tel.: 01/313 72 DW 30, 0664/48 36 138
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