- 15.12.2010, 10:30:13
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ÖIF-Magazin: Neue Zahlen zur Migrant/innen-Partizipation in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft
"Integration im Fokus" beleuchtet Integrationsdebatte aus Sicht von Migrant/innen
Wien (OTS) - Wenn von Integration die Rede ist, wird oft über
Zuwander/innen diskutiert, aber nur selten mit ihnen. Die aktuelle
Ausgabe von "Integration im Fokus", dem Wissensmagazin des
Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF), lässt deshalb
ausschließlich Menschen zu Wort kommen, die selbst
Migrationshintergrund haben. "Diese Expert/innen aus erster Hand
sehen den Integrationsprozess oft differenzierter als wohlmeinende
Vertreter/innen der Mehrheitsgesellschaft. Migrant/innen sollen nicht
in Passivität verharren, sondern die Integrationsdebatte aktiv
mitgestalten", so die stellvertretende ÖIF-Geschäftsführerin Elena
Kalogeropoulos.
Partizipation: Unterrepräsentiert in der Politik
"Integration im Fokus" präsentiert eingangs neue Zahlen zur
Partizipation von Migrant/innen bzw. Ausländer/innen in Teilbereichen
der österreichischen Gesellschaft. Dabei zeigt sich:
- 17% der Gesamtbevölkerung sind ausländischer Herkunft. Sie haben eine ausländische Staatsangehörigkeit oder wurden im Ausland geboren. - Auf den ersten Blick ähnlich ist die Teilhabe von Ausländer/innen in der Spitzen-Wirtschaft: 17,2% der Vorstände und Aufsichtsrät/innen von ATX-Unternehmen sind nicht österreichische Staatsbürger/innen. Die Migranten-Manager kommen jedoch aus anderen Ländern als die Migranten-Durchschnittsbürger/innen: Sie stammen v.a. aus den reichen Staaten Westeuropas, fast nie aus der Türkei oder Ex-Jugoslawien. - Österreichs Unis sind international: An den von "Integration im Fokus" befragten Hochschulen haben 20% der Wissenschafter/innen eine ausländische Staatsangehörigkeit. - Deutlich unterrepräsentiert sind Menschen mit Migrationshintergrund dagegen in der Politik: Nur 1,4% der Spitzenpolitiker/innen aus Bund und Ländern sind ausländischer Herkunft.
Alltag ohne Deutsch: "Ich kann nichts alleine erledigen"
Neben verschiedenen Expert/innen mit Zuwanderungshintergrund und
höchst erfolgreich integrierten Migrant/innen kommen aber auch
Menschen zu Wort, die noch Probleme mit der Integration haben. Eine
türkischstämmige Hausfrau, die nach neun Jahren in Österreich nur
gebrochen Deutsch spricht, berichtet im Interview von den Hürden
ihres Alltags zwischen scheiternden Arztbesuchen und
Alltagsrassismus.
Alle Beiträge von 29 Menschen aus 14 unterschiedlichen
Herkunftsländern lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von "Integration
im Fokus". Sie steht ab heute auf www.integrationsfonds.at zum
Download bereit und kann unter [email protected] als
kostenlose hard copy bestellt werden.
Rückfragehinweis:
Mag. Ursula Schallaböck Valentin Schwarz Team Kommunikation Tel: 01/710 12 03 - 133 [email protected] [email protected]
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