- 14.12.2010, 17:06:37
- /
- OTS0261 OTW0261
Solidarisierung mit den Ungeborenen
Salzburg (OTS) - Jugend für das Leben veranstaltete vor den
Salzburger Landeskliniken eine Lichterkette, um auf das Unrecht der
Abtreibung und das Leid der betroffenen Frauen in Österreich
hinzuweisen
Vergangenen Samstag, den 11. Dezember, fanden sich an die 150
Personen vor den Salzburger Landeskliniken ein, um bei der
Lichterkette von Jugend für das Leben öffentlich für das Recht auf
Leben aller Ungeborenen und gegen Abtreibung einzutreten. Die
Teilnehmer hatten sich mit Fackeln den Gehsteig entlang aufgestellt
und brachten ihren Protest gegen die Tötung ungeborener Mitmenschen
mit Liedern und Ansprachen zum Ausdruck. Unterstützt wurde die
friedliche Versammlung vom Salzburger Weihbischof Dr. Andreas Laun,
der in seiner Rede besonders auf die Geschichte der Fristenregelung
seit 1975 und den damit einhergehenden Verlust des
Unrechtsbewusstseins einging.
Leid und schwindendes Unrechtsbewusstsein seit 1975
Lina Kogler, Vorsitzende von Jugend für das Leben, nennt in ihrer
Eröffnungsrede den Anlass der Lichterkette: "Seit der Eröffnung der
Abtreibungsstation 2005 in den Salzburger Landeskliniken sind
schätzungsweise 4.000 ungeborene Kinder getötet worden." Ein weiterer
Grund für die Kundgebung, so Kogler, sei die seit 1975 bestehende
Fristenregelung, die das Lebensrecht der Ungeborenen mit Füße tritt.
In den vergangenen 35 Jahren wurden nicht nur ungeborene Kinder Opfer
der Abtreibung, sondern auch deren Mütter widerfuhr großes seelisches
Leid, worüber sie kaum sprechen können und dürfen.
Weihbischof Dr. Andreas Laun schilderte in einer kurzen Rede seine
Erfahrungen als Zeitzeuge der Einführung der Fristenregelung und
äußerte seine Bedenken zum deutlich feststellbaren Verlust des
Unrechtsbewusstseins in der Bevölkerung: "Gegen diese Entwicklung
müssen wir uns wehren, damit wir nicht vergessen welches Unrecht den
Ungeborenen in unserer Gesellschaft widerfährt."
Kritik an Gabi Burgstallers Frauenpolitik
Lina Kogler übte Kritik an Salzburgs Landeshauptfrau Gabi
Burgstaller, die 2004 per Weisung die Einrichtung einer
Abtreibungsstation an den Salzburger Landeskliniken anordnete. Sie
richtete sich direkt an Burgstaller: "Frau Landeshauptfrau, soll die
Errichtung einer Abtreibungsstation tatsächlich eine Errungenschaft
moderner Frauenpolitik sein?" Was schwangere Frauen in Not wirklich
brauchen, so Kogler weiter, sind Menschen, die ihnen Mut zu einer
gemeinsamen Zukunft mit ihrem Kind machen.
Jugend für das Leben bedauert aggressive Haltung der
Abtreibungsbefürworter
Während der friedlichen Kundgebung versuchten Gegendemonstranten
auf der gegenüberliegenden Straßenseite immer wieder, die
Veranstaltung der Jugend für das Leben zu stören. Sie schreckten vor
obszönen und entwürdigenden Parolen wie "Hätt' Maria abgetrieben,
wärt ihr uns erspart geblieben!" nicht zurück. Nach Ende der
Lichterkette, als die Lebensschützer schon zur Hl. Messe in der
Müllner Pfarrkirche aufgebrochen waren, wurden fünf Mitglieder der
Jugend für das Leben, die mit dem Wegräumen der Fackeln und Banner
beschäftigt waren, von Abtreibungsgegnern eingekreist und belästigt.
Ein junger Lebensschützer erlitt eine Gehirnerschütterung durch einen
Fausthieb und musste die Nacht im Krankenhaus verbringen. Jugend für
das Leben bedauert diesen Vorfall sehr, denn Gewalt ist nie eine
Lösung.
Rückfragehinweis:
Verein JUGEND FÜR DAS LEBEN
Redakteurin: Mag. Monika Deak
Starhembergstraße 66/20, A-4020 Linz
Mobil: 0043/664/3420804
Fax: 0043/732/788116
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | JFL






