- 14.12.2010, 08:00:15
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LR Dr. Peter Rezar übergibt Eduard Kölly aus Unterpetersdorf den AUVA-Pflegepreis Burgenland 2010
Wien (OTS) - Die Familie war das Wichtigste im Leben von Gabriela
und Eduard Kölly aus Unterpetersdorf. Dies hat sich auch nach dem
schweren Autounfall der Bankangestellten Anfang Oktober 1999 auf der
Heimfahrt von der Arbeit in Neckenmarkt nicht geändert. Nur, dass die
Sorge der Familie seit damals in erster Linie Gabriela Kölly gilt.
Nach Monaten im Koma und im Wachkoma, wo sich Vater und Mann am
Krankenbett ablösten, war es keine Frage für Eduard Kölly, dass er
seine Gabi wieder nach Hause holt. Elf Jahre nach dem Wegunfall sitzt
sie mit am Tisch, nimmt aktiv an der Unterhaltung teil, kann wieder
alleine mit Stock gehen. Ihre außergewöhnlichen Fortschritte sind der
Lohn der Familie für die intensive Pflege, für die Eduard Kölly seine
Arbeit im Lagerhaus aufgegeben hat. Er hat sein Leben völlig auf die
Pflege seiner Frau ausgerichtet. Dafür und für die
Selbstverständlichkeit und Herzlichkeit mit der er diese Aufgabe seit
rund zehn Jahren meistert, erhielt Eduard Kölly den AUVA-Pflegepreis
2010 für Burgenland zuerkannt.
Mag. Friederike Lackenbauer, Direktorin der AUVA-Landesstelle
Wien, und Landesrat Dr. Peter Rezar - auch im Namen von
Landeshauptmann Hans Niessl - bedankten sich und gratulierten am
Montag, dem 13. Dezember um 16 Uhr im Landhaussitzungssaal in
Eisenstadt. Rudolf Silvan, Landessekretär der Gewerkschaft Bau-Holz,
übergab den Sachpreis, einen Erholungsurlaub.
Neben der Familie und den Freunden gratulierten
Landtagsabgeordneter Christoph Wolf im Namen von LH-Stv. Mag. Franz
Steindl, LAbg. Mag. Werner Gradwohl, Vizebürgermeister Emmerich
Kohlmann, Gemeinde Horitschon, Gemeinderat Josef Reidl, Gemeinde
Horitschon, Manfred Berger, Ortsvorsteher von Unterpetersdorf, Robert
Leser, Ortsvorsteher-Stv. Unterpetersdorf, Dr. Michael Heinrich,
Hausarzt, Renate Peischl, MAS, Jury und Pflegedirektorin der
Burgenländischen Krankenanstalten GmbH, Markus Stefanitsch,
Chefredakteur-Stv. Burgenländische Volkszeitung, Karl Marhold,
Landessekretär Gewerkschaft Bau-Holz Burgenland, Franz Nechansky,
AUVA-Landesstellenausschuss Wien, Mag. Reinhard Minixhofer,
Direktor-Stellvertreter AUVA-Landesstelle Wien, Dr. Dieter
Eschberger, Jury und Chefarzt AUVA-Landesstelle Wien, DGKS Christine
Miskolczi, Jury und Pflegedienstleiterin des AUVA-Unfallkrankenhauses
und Rehabilitationszentrums Meidling, Mag. Peter Glavac, Leiter
Leistungsabteilung AUVA-Landesstelle Wien, Franz Szaffich, Leiter der
AUVA-Außenstelle Oberwart, und Nicole Steiger, die
Rehabilitationsberaterin der Familie Kölly von der AUVA-Außenstelle
Oberwart.
"Wenn man jemand gern hat, kann man ihn nicht verlassen", ist der
Leitspruch von Eduard Kölly. Deshalb war es nie eine Frage, dass er
seine Frau mit allen möglichen Mitteln unterstützen wird. Die besten
Erholungschancen hatte sie in seinen Augen in vertrauter Umgebung mit
Menschen, die sie lieben. Ihre Fortschritte geben ihm Recht.
Allerdings beeinträchtigen die Folgen des beim Unfall erlittenen
Schädel-Hirn-Traumas das Leben der heute 45-Jährigen immer noch
stark: unsicheres Gehen, schlechtes Kurzzeitgedächtnis, langsames
Sprechen sind die augenscheinlichsten Folgen. Lesen hingegen hat
Gabriela Kölly wieder erlernt. "Es hat uns sehr geholfen, dass sie
immer schon sehr geduldig war", meint Eduard Kölly. Der 48-Jährige
wird tatkräftig von beiden Eltern, seiner Schwägerin Rosa Maria und
allen anderen Geschwistern, Sohn Andreas (20 Jahre) und Tochter
Theres (15 Jahre) unterstützt. Andreas hat nach der HAK bei einer
Versicherung zu arbeiten begonnen. Theres geht in die 6. Klasse
Gymnasium.
Es ist ein Glück, dass Eduard Kölly immer schon ein Töpfe-Gucker
war und gerne kocht. Seine Frau war ihm auch im Haushalt eine gute
Lehrmeisterin. Zum Beispiel dreht sie immer noch beim Verlassen eines
Zimmers das Licht ab.
Schwägerin Rosa Maria kommt jeden Abend und hilft bei der
Körperpflege. Die Schwiegereltern kümmern sich um Gabriela, wenn
Kölly außer Haus muss. So ist es ihm zum Beispiel möglich, mit seinem
Skiverein - er war Gründungsmitglied - im Jänner eine Woche nach
Altenmarkt zu fahren.
Die Köllys waren und sind intensiv in die Ortsgemeinschaft
eingebunden: Mitglieder bei der Feuerwehr, im Musikverein, bei
Ortsfesten mit dabei und beim sonntägigen Kirchgang. Eduard Kölly
selbst spielt nicht mehr aktiv Flügelhorn, dafür sind die Kinder in
seine Fußstapfen getreten. Sehr gefragt ist allerdings seine
kulinarische Unterstützung bei Musikveranstaltungen. Sehr dankbar ist
Familie Kölly auch für die große Unterstützung durch die
Ortsgemeinschaft sei es durch Veranstaltungen oder persönliche
Kontakte.
Von der ersten Minute an hat sich die Familie intensiv um die
Schwerstverletzte gekümmert und um ihr Leben gebangt. Die engsten
Freunde wie die Familie Forauer waren sofort nach dem Unfall als
Unterstützung da. Ihre ehemalige Chefin besucht Gabriela Kölly immer
noch. Zweimal pro Woche stehen derzeit Besuche bei der
Physiotherapeutin in Hochstrass sowie bei der Logopädin in
Neckenmarkt auf dem Programm. Regelmäßig geht es zu Massagen. Weiters
wird täglich gemeinsam zu Hause geübt. Der Lohn für diese Bemühungen
waren ständige Verbesserungen und ist das Verhindern einer
Verschlechterung des Gesundheitszustandes von Gabriela Kölly.
Gabriela Kölly ist dank Pension, Unfallrente und Pflegegeld der
Stufe 5 finanziell abgesichert. Die AUVA hat bislang mit den
notwendigen Hilfsmitteln (Treppenlift, Rollstuhl, Haltegriffe und
Geländer, Turnmatten, etc.) sowie mit Zuschüssen zum Beispiel zum
Autokauf und für eine behindertengerechte Dusche geholfen.
Über die AUVA:
Bei der AUVA sind rund 4,5 Millionen Personen gesetzlich gegen
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Millionen
Arbeiter, 1,6 Millionen Angestellte, 420.000 Selbständige
sowie 1,3 Millionen Schüler und Studenten. Die Landesstelle Wien
betreut in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland 42
Prozent der AUVA-Versicherten. Pro Jahr erhalten 120.000 Verletzte in
den Wiener AUVA-Unfallkrankenhäusern Meidling und Lorenz Böhler sowie
1.900 Patienten in den Rehabilitationszentren Wien-Meidling und
Weißer Hof, Klosterneuburg, die bestmögliche Behandlung. Die AUVA
finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung aus
Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Prävention ist dabei die vorrangige
Kernaufgabe der AUVA - die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung
von Berufskrankheiten senkt die Kosten für die drei weiteren
Unternehmensbereiche Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle
Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten.
Rückfragehinweis:
Gabriela Würth Öffentlichkeitsarbeit der AUVA-Landesstelle Wien Telefon: 02242-38300 Telefon mobil: 0676 33 24 879 E-Mail: [email protected] Im Internet: www.auva.at/wien
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