- 13.12.2010, 11:58:19
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LH Dörfler fordert Ganztagsschule
Ganztagesangebote sind dringend umzusetzen - Sowohl Unterricht als auch Betreuung in der Schule sollen durch Lehrer erfolgen
Klagenfurt (OTS/LPD) - Zu den heute, Montag, in einer
österreichischen Tageszeitung erschienenen Aussagen seines Wiener
Amtskollegen Michael Häupl zur Bildungsdiskussion, zeigt sich der
Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler erfreut, dass nun auch
andere Landeshauptleute seinen Ansatz hinsichtlich der Vorgehensweise
in Sachen Bildung in Österreich erkennen und seine Position
unterstützen. "Wir brauchen eine gemeinsame Schule der 6-15-Jährigen
sowie ganztägige Betreuung der Schüler durch ihre Lehrer in der
Schule", stellt Dörfler klar.
Bereits in der ORF-Pressestunde vor wenigen Wochen hatte der
Kärntner Landeshauptmann ganztägige Schulformen gefordert und sich
auch für mehr Anwesenheit der Lehrer in der Schule ausgesprochen.
"Diese von mir aufgestellte Forderung wird nun auch vom Bürgermeister
der Stadt Wien unterstützt", so Dörfler, der sich über den
parteiübergreifenden Konsens freut.
"Diese Aussagen von Häupl zeigen einmal mehr den dringenden
Bedarf, dass sich nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer ganztägig in
der Schule aufhalten sollten", erklärt Dörfler. Diese verpflichtende
Anwesenheit des Lehrkörpers in der Schule sei aber keine
Unterstellung, dass Lehrer bislang zu wenig Arbeitszeit im Rahmen
ihres Dienstverhältnisses geleistet hätten. Es gehe darum, die Zeit
gemeinsam mit den Schülern zu verbringen und für diese dazu sein. Die
Verrichtung ihrer Lehraufgaben (z.B. Hausaufgaben verbessern) sollte
im Schulgebäude stattfinden, dadurch könnten Lehrer auch vermehrt
Ansprechpartner für Eltern sein. "Diese Anwesenheit ist notwendig, um
das zum wiederholten Male vernichtende Pisaergebnis auszubessern und
für eine ganztägige schulische Betreuung der Kinder zu sorgen", so
Dörfler weiter. Für die Umsetzung seien umfassende Änderungen im
Lehrerdienstrecht und infrastrukturelle Anpassungen für adäquate
Lehrerarbeitsplätze notwendig. Einmal mehr fordert Dörfler auch die
Einberufung eines runden Tisches, um mit allen politischen
Entscheidungsträgern rasch Reformen einzuleiten.
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at
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