- 10.12.2010, 13:28:32
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AKOÖ gegen Reduktion von Studienplätzen - mehr Mittel für die Universitäten
Linz (OTS) - Obwohl alle internationalen Vergleichsstudien zeigen,
dass Österreich zu wenig Studierende und Akademiker/-innen hat, will
die Wissenschaftsministerin die Studienplätze um 15 Prozent
reduzieren und neue Zugangshürden schaffen. Die AKOÖ lehnt dies ab
und fordert eine deutliche Erhöhung des Universitätsbudgets.
Während überall in Europa Studienangebote erweitert und
Studierendenquoten erhöht werden, geht die österreichische
Wissenschaftsministerin den umgekehrten Weg: Sie will den
Universitäten eine Reduktion der Studienplätze auf den Durchschnitt
der letzten fünf Jahre ermöglichen. Die von Finanznöten geplagten
Rektoren werden diese Gelegenheit gerne ergreifen und das
Studienangebot um bis zu 15 Prozent verringern. Eine Aufnahmeprüfung,
deren Inhalt und Niveau jede Universität selbst festlegen kann, soll
künftig bestimmen, wer einen Studienplatz bekommt.
Dieser Plan wertet die österreichische Reifeprüfung, die Projekte
Lehre mit Matura und die Berufsreifeprüfung massiv ab. Auch das
Projekt "Zentralmatura" des Unterrichtsministeriums wird völlig
entwertet, wenn jede einzelne Universität bestimmen kann, wer
studieren darf. Als Folge würde ein unübersichtlicher
"Fleckerlteppich" von Anforderungen an die Studierenden entstehen.
Im Plan der Wissenschaftsministerin ist außerdem keine
Mindestquote für inländische Studierende vorgesehen. Nach den
Erfahrungen im Medizinstudium und dem zu erwartenden doppelten
Abiturientenjahrgang sowie dem Aufheben der Wehrpflicht in
Deutschland ist mit einem besonders hohen Anteil an ausländischen
Studierenden zu rechnen. Die Studienplätze für österreichische
Studierende werden damit nochmals deutlich weniger werden.
AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. "Ich lehne den Gesetzesentwurf
der Wissenschaftsministerin, der Jugendliche von den Universitäten
fernhält, ab. Denn: Österreich braucht nicht weniger, sondern mehr
bestens ausgebildete Menschen. Dafür ist eine deutliche Aufstockung
des Universitätsbudgets dringend notwendig."
Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Mag. Rainer Brunhofer
Tel.: (0732) 6906-2185
mailto:[email protected]
http://www.arbeiterkammer.com
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