- 10.12.2010, 13:25:56
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Bundesregierung soll christliche Flüchtlinge aus dem Irak aufnehmen!
Islamische Glaubensgemeinschaft soll sich von Christenverfolgung distanzieren:
Wien (OTS) - MKV-Vorsitzender Kukacka zum "Tag der Menschenrechte"
am Freitag, 10.12.2010: Der MKV (Mittelschüler-Kartell-Verband der
katholischen farbentragenden Studentenkorporationen Österreichs)
beteiligt sich als Mitveranstalter im Rahmen des heutigen
§Internationalen Tages der Menschenrechte" am "Aktionstag gegen
Christenverfolgung".
Über 200 Millionen Christen werden nämlich weltweit wegen ihres
Glaubens diskriminiert. Laut Weltverfolgungsindex (opendoors-de.org)
geschieht dies vor allem in den islamischen Staaten wie dem Irak,
Iran, Saudi-Arabien, Somalia, Jemen, Pakistan, Ägypten und in der
Türkei, sowie auch in den kommunistischen Ländern, wie Nordkorea,
Kuba, Vietnam und China.
Besonders Iraks Christen sind schwer in Bedrängnis. kaum ein Tag
vergeht ohne neue Meldungen über Gewalttaten an ihnen.
In diesem Zusammenhang fordert der MKV die Bundesregierung auf,
christliche Flüchtlinge aus dem Irak aufzunehmen.
Frankreich hat zum Beispiel seit 2007 bereits rund 1.500 Christen
aufgenommen. Auch die EU hatte im November 2008 versprochen, bis zu
10.000 Angehörige besonders bedrohter Minderheiten aus dem Irak
aufzunehmen, darunter vor allem Christen.
"Es ist sehr bedauerlich, dass sich Österreich an der Aufnahme von
irakischen Flüchtlingen christlicher Konfession bisher nicht
beteiligt hat. Dabei sind diese Flüchtlinge in der Regel gut
ausgebildete Menschen, die sich bei uns bestens integrieren könnten",
stellte Kukacka fest.
Der MKV nimmt den heutigen "Tag der Menschenrechte" auch zum
Anlass, "die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGIÖ)"
aufzufordern, sich deutlich von allen feindseligen Aktionen gegen
Christen, aber auch von deren Diskriminierung in moslemischen Ländern
zu distanzieren!
Insbesondere Christen in Nahen Osten erleben Mord, Vergewaltigung,
Entführung und Zwangskonversion, Zerstörung ihrer Kirchen und Heime,
sowie systematische Vertreibung.
"Am `Tag der Menschenrechte` muss deshalb die Frage gestellt
werden, warum in vielen moslemischen Ländern Christen nicht dieselben
Rechte haben wie Moslems bei uns", meint Kukacka. "Die Ängste und
Ressentiments gegen den Islam, die viele Bürger in Österreich wegen
der fehlenden Religionsfreiheit christlicher Minderheiten in
islamischen Länder haben, könnten weitgehend beseitigt werden, wenn
sich die `Islamische Glaubensgemeinschaft` dort für Religionsfreiheit
und für die Gleichberechtigung von Christen einsetzt", stellt Kukacka
fest.
Dieses klare Bekenntnis am Tag der Menschenrechte abzugeben,
könnte vielen Vorbehalten und Vorurteilen gegen den Islam in
Österreich den Boden entziehen, erklärte Kukacka. Leider ist von
Seite der IGGIÖ davon wenig zu hören, meint Kukacka.
Der MKV fordert deshalb in allen Ländern, gleiches Recht für
Christen auf freie Religionsausübung, Schutz des Lebens und des
Eigentums von christlichen Minderheiten sowie das Recht, Kirchen zu
bauen und den Glauben öffentlich zu bekennen, schloss Kukacka.
Rückfragehinweis:
Michael A. Berger
Pressereferent
Neubaugasse 25/21, 1070 Wien
Tel.: 01 523 74 34
mailto:[email protected]
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