• 10.12.2010, 10:13:39
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LH Dörfler: Am Wochenende startet die S-Bahn Kärnten

Attraktives Angebot entlastet Brieftaschen der Pendler und Umwelt - Drei Linien schrittweise bis Dezember 2011 - Ab Wochenende S1 Spittal-Villach-Klagenfurt-St.Veit-Friesach

Klagenfurt (OTS/LPD) - Am kommenden Wochenende startet mit dem
Fahrplanwechsel 2010/11 die S-Bahn Kärnten. Das kündigte heute,
Freitag, Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler an. Erste
Linie ist die S1 von Spittal über Villach, Klagenfurt, St. Veit bis
Friesach. Die Züge werden zwischen Villach und St. Veit im
Halbstunden-Takt und zwischen Spittal und Villach sowie St. Veit und
Friesach im Einstunden-Takt fahren. Das bedeutet täglich 15
zusätzliche Zugverbindungen auf dieser Strecke. Erweiterte
Betriebszeiten werden außerdem zusätzliche Abendverbindungen bringen.
Ein Taktfahrplan wird für leicht les- und merkbare Fahrpläne sowie
für eine optimale Vernetzung mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln
sorgen.

"Das Land Kärnten ermöglicht mit der neuen S-Bahn eine
unvergleichliche Angebotspalette auf der Schiene", betonte Dörfler.
Vor allem Pendler würden damit eine attraktive Alternative zum PKW
bekommen. Der Umstieg vom Auto auf die Schiene bedeute zudem eine
enorme Umweltenlastung und Staureduzierung. "Es werden aber auch die
Brieftaschen der Pendler entlastet und das Plus an Fahrgästen wird
die Nebenbahnen und den Öffentlichen Verkehr stärken", so der
Landeshauptmann. Die S-Bahn löse auch weitere Investitionen in die
Infrastruktur aus. "Während in anderen Bundesländern Eisenbahnlinien
zugesperrt werden, investieren wir intensiv in deren Ausbau", sagte
Dörfler.

Die S-Bahn wird als (Vororte-)Bahn-System mit innerstädtischen
Verbindungen angesehen. Eingesetzt werden moderne und komfortable
Desiro- und Talenttriebwägen. "Entlang der am Wochenende startenden
S1 gibt es über 700 Park&Ride-Stellplätze", machte Dörfler die
Pendler aufmerksam. Vor allem aber sollten Busse die Funktion als
Zubringer zur S-Bahn übernehmen.

Die S2 soll im Dezember 2011 starten und wird im Einstunden-Takt
von St. Veit über Feldkirchen, Villach, Faaker See bis Rosenbach
führen. Von ihr soll auch der Tourismus durch eine bessere Vernetzung
von Faaker See, Villach, Gerlitzen und Ossiacher See profitieren.
Entlang der Strecke stehen über 100 Park&Ride-Plätze zur Verfügung.

Die S3 soll im Juni 2011 starten und wird von Feistritz im
Rosental über Klagenfurt nach Kühnsdorf und Bleiburg führen. Sie wird
in den Morgenstunden zwischen Feistritz und Klagenfurt sowie zwischen
Kühnsdorf und Klagenfurt im Halbstunden-Takt fahren, ansonsten im
Einstunden-Takt. Entlang der S3 gibt es über 250 Park&Ride-Plätze.

Alle drei S-Bahn-Linien zusammen bringen täglich rund 60
Verbindungen mehr. Sie erhöhen das Angebot um 310.000 Kilometer und
die Sitzplatzkapazität um neun Prozent. Im Stadtgebiet bzw. im
Nahbereich von Klagenfurt ergibt sich ein attraktives
innerstädtisches Verkehrsangebot mit zukünftig zehn Haltestellen.
"Das macht den Umstieg auf den öffentlichen Verkehr besonders
attraktiv. Die S-Bahn kann eine massive Entlastung der
Einfahrtsstraßen von Klagenfurt bringen", ist sich Dörfler sicher.

Die S-Bahn Kärnten ist die Weiterentwicklung des im Dezember 2008
erfolgreich eingeführten Kärnten Takt, der eine Angebotsausweitung um
rund 30 Prozent ermöglichte und für 21 Prozent mehr verkaufte
Zeitkarten sorgte. Durch die S-Bahn erwartet man eine weitere
Steigerung der Fahrgastzahlen. Basis für die S-Bahn sind insgesamt 28
neue, moderne Nahverkehrszüge. Diese Züge ermöglichen in Verbindung
mit den modernen Bahnhöfen und Haltestellen ein nahezu barrierefreies
Ein- und Aussteigen.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

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