- 10.12.2010, 09:23:03
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Neuer ÖBB-Fahrplan: Im Westen viel Neues
Der neue Fahrplan ab 12.12. bringt im Westen mehr Angebot und im Süden mehr Service. Der gesamte Nah- und Regionalverkehr wird auf SB-Verkehr umgestellt.
Wien (OTS) - Am 12.12. tritt der neue ÖBB-Fahrplan in Kraft. Wie
jedes Jahr werden am zweiten Sonntag im Dezember in ganz Europa die
Fahrpläne aktualisiert und an neue Gegebenheiten angepasst.
Westösterreich rückt näher
Im Fernverkehr wird das Angebot 2011 vor allem in Westösterreich
verbessert. Ab Sonntag wird auf der Strecke zwischen Wien und
Feldkirch ein Zwei-Stunden-railjet-Fahrplan umgesetzt, der auch
fahrzeugtechnisch fast ausschließlich und ab Mitte 2011 gänzlich mit
railjets gefahren wird. Je zwei Verbindungen werden noch bis April
bzw. Juli 2011 mit konventionellem Wagenmaterial gefahren. Danach
fahren auch hier die neuen Hochgeschwindigkeitszüge der ÖBB. Als
Ergänzung wird zeitversetzt ein Zwei-Stunden-IC-Takt zwischen Wien
und Innsbruck eingeführt, einige Züge fahren weiter nach Landeck-Zams
bzw. Bregenz. Das heißt, künftig gibt es stündliche schnelle und
bequeme Verbindungen zwischen Ost- und Westösterreich.
Ausbau im internationalen Fernverkehr
Erweitert wird das Angebot auch auf der Brennerachse, wo künftig fünf
statt wie bisher vier Zugpaare täglich auf der Strecke München -
Verona verkehren. Ein negativer Bescheid der italienischen
Schienenregulierungsbehörde zu dieser Verbindung wird derzeit von den
ÖBB sowie ihren Partnern der DB und LeNord bekämpft. Dieser besagt,
dass die DB-ÖBB-Eurocity Züge ab 12.12 nur mehr die Endbahnhöfe -
ohne Zwischenhalte - in Italien anfahren dürfen.
Neu ist auch die Auferstehung eines Klassikers, der Verbindung
München - Innsbruck - Venedig. Darüber hinaus werden zusätzliche
railjet-Direktverbindungen zwischen Wien und Zürich verkehren, eine
weitere von Budapest über Wien und München nach Stuttgart und
Frankfurt an Wochenenden.
Mehr Service auf der Südbahn
Hoher Reisekomfort - das erwarten unsere Kunden. Dementsprechend wird
die Ausstattung der Züge auf der Südbahn ab Dezember weiter
verbessert. Von den 48 Zügen haben 80% ÖBB-EC/IC-Standard, 22 Züge
(knapp 50%) führen einen Speisewagen, die Zahl der rollstuhlgerechten
Züge wird um 50% auf 20 ansteigen, und 95% (derzeit 75%) der Züge
bieten die für viele Kunden wichtige Fahrradbeförderung. Um auch in
Zügen ohne Speisewagen für das leibliche Wohl unserer Fahrgäste zu
sorgen, haben wir durch unsere Kunden ein neues Trolleyangebot testen
lassen. Aufgrund der positiven Reaktionen werden wir innerhalb des
nächsten Jahres ein Trolley-Service inkl. Espresso-Kaffee anbieten.
Infrastruktur wird weiter verbessert
Die Erneuerung der Westbahn läuft weiter auf vollen Touren. Damit der
Fahrplan trotz Bauarbeiten eingehalten werden kann, wird im
Fernverkehr ein "Baustellenzuschlag" von wenigen Minuten
eingerechnet. Das ist eine wichtige Maßnahme zur Verbesserung der
Pünktlichkeit - einige Minuten jetzt mehr für kürzere Fahrzeiten in
der Zukunft. So verlängert sich wegen Bauarbeiten etwa die Fahrzeit
von Wien nach Salzburg um sechs Minuten. Auch auf der Südbahn führen
die Arbeiten in den Bahnhöfen Bruck/Mur, Graz Hbf und Leibnitz zu
rund drei Minuten längerer Fahrzeit. Entlang der Südbahn gibt es
bereits eine Reihe modern ausgestatter Bahnhöfe (z.B. Wien Meidling,
Wr. Neustadt Hbf, Graz Hbf, Leoben, Judenburg, Klagenfurt Hbf). Die
Modernisierung der Bahnsteige von Graz Hauptbahnhof sowie der
Bahnhöfe Bruck/Mur und Zeltweg stehen am Programm. Das Projekt heißt
neue Südbahn: Mit der Kombination aus schnelleren Strecken,
modernisierten Bahnhöfen und neuem Wagenmaterial wird die
Attraktivität des Bahnfahrens nach Süden gesteigert.
Nah- und Regionalverkehr: Ticket vor der Fahrt kaufen!
Schon bisher wurden rund zwei Drittel aller Züge im Nah- und
Regionalverkehr auf Selbstbedienungsstrecken geführt (SB-Strecken).
Ab heute ist das System flächendeckend gültig. Es gibt daher in ganz
Österreich eine einheitliche Regelung. Im Nah- und Regionalverkehr -
also in REX- und R-Zügen sowie S-Bahnen - muss man vor dem Zustieg
ein gültiges Ticket kaufen. Nur in Stationen, in denen es keinen
Ticketautomaten oder keine Personenkasse gibt, ist ein Zustieg ohne
Fahrkarte erlaubt. Dann muss man umgehend zum Zugbegleitteam oder zum
Ticketautomaten im Zug (an einem der Zug-Enden) gehen und ein Ticket
erwerben.
Die ÖBB kommunizieren diese Neuerung bereits seit Monaten an die
Fahrgäste. Damit sich unsere Kunden besser daran gewöhnen können,
gibt es auf den neu hinzukommenden SB-Strecken trotzdem eine
Übergangsfrist bis Ende Februar 2011. Bis dahin werden die
Zugbegleiter auf den neu hinzugekommenen SB-Strecken bei unseren
Fährgästen nur den üblichen Aufschlag von drei Euro beim Kauf eines
Tickets im Zug verrechnen. Erst in der Zeit danach muss ohne Vorweis
einer gültigen Fahrkarte eine Gebühr von 65 Euro bezahlt werden.
Im Fernverkehr können Fahrgäste ihr Ticket auf Wunsch nach wie vor
beim Zugbegleitteam gegen einen Aufpreis von drei Euro erwerben. In
diesem Zusammenhang weisen wir auch auf die weiteren Möglichkeiten
eine gültige Fahrkarte zu erwerben hin: MobileTicket via SMS,
ÖBB-Online-Ticket unter www.oebb.at, ÖBB-Personenkassen sowie über
das ÖBB Call Center (05-1717).
Alle Informationen zum neuen Fahrplan sind auf www.oebb.at
nachzulesen.
ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern
österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und
Gütern. Mit rd. 45.000 MitarbeiterInnen und Gesamterträgen von rd.
5,7 Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des
Landes. Im Jahr 2009 wurden von den ÖBB 453 Mio. Fahrgäste und 120,3
Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leitgesellschaft des
Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.
Rückfragehinweis:
ÖBB-Holding AG Mag. Thomas Berger Pressesprecher ÖBB-Personenverkehr AG Tel.: Mobil +43 664 6170045, Fax +43 1 93000 25000 mailto:[email protected] IZD-Tower, A-1220 Wien, Wagramerstraße 17-19
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