- 09.12.2010, 12:19:33
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ÖAMTC begrüßt Verwendung von Biokraftstoffen als Alternative
Club fordert Nachhaltigkeit bei Produktion und Transport, technische Unbedenklichkeit und Konsumentenfreundlichkeit
Wien (OTS) - Die motorisierte Mobilität steht vor Veränderungen.
Endliche Ressourcen und Umweltprobleme verlangen nach alternativen
Konzepten. Eine Möglichkeit, um Herausforderungen wie zur Neige
gehende Öl-Reserven, steigende Ölpreise und internationale
Klimaschutzverpflichtungen zu meistern, bietet die vermehrte
Verwendung von Biokraftstoffen. Anlässlich einer Präsentation im
ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Teesdorf informierten heute die
Landwirtschaftskammer Österreich und der ÖAMTC über Biokraftstoffe.
Mario Rohracher, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung, begrüßt
grundsätzlich die Verwendung von Biokraftstoffen: "Voraussetzung ist
einerseits die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien, andererseits
muss von der Automobilindustrie die technische Unbedenklichkeit für
die Fahrzeuge garantiert werden. Darüber hinaus dürfen für die
Konsumenten keine finanziellen Nachteile entstehen."
Fahrzeug-Verträglichkeit bei hohem Biospritanteil und
Verfügbarkeit von Kraftstoffen mit geringem Bioanteil müssen
gesichert sein
Derzeit enthalten nach einer EU-Verordnung bereits alle
Kraftstoffe Biobeimischungen: Diesel enthält sieben Prozent Biodiesel
(B7) und Benzin enthält fünf Prozent Ethanol (E5). Weitere Erhöhungen
des Bioanteils für Benzin sind fix geplant - der Ethanol-Anteil soll
auf zehn Prozent erhöht werden (E10), die Umsetzung soll stufenweise
ab Oktober 2012 erfolgen. "Hier muss von Seiten der
Automobilhersteller sichergestellt sein, dass ein erhöhter Bioanteil
im Kraftstoff nicht zu Problemen bei den Fahrzeugen führt",
bekräftigt Rohracher. Der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung fordert
außerdem, dass für die bereits im Verkehr befindlichen Modelle die
Versorgung mit geeignetem Kraftstoff gesichert sein muss. "Solange
der gesamte Fahrzeugbestand mit Ottomotoren von der
Automobilindustrie nicht für E10 freigegeben ist, muss die
Verfügbarkeit von Ottokraftstoffen der Qualität Normal und Super mit
einem Ethanolanteil von maximal fünf Prozent (E5) auch zukünftig
sichergestellt sein."
Produktion und Transport unter Einhaltung von
Nachhaltigkeitskriterien, keine Nachteile für Konsumenten
In Bezug auf die Nachhaltigkeit hält der Chef der
ÖAMTC-Interessenvertretung fest, dass Herstellungsprozess,
Energieversorgung und Transport von Biokraftstoffen möglichst
umweltfreundlich erfolgen und klar überprüfbaren
Nachhaltigkeitskriterien unterliegen müssen. Für Konsumenten darf es
keine Nachteile geben. Kraftstoffe mit erhöhtem Bioanteil müssen
weiterhin leistbar bleiben. "Hier könnte die vermehrte Verwendung von
Biokraftstoffen sogar eine preisstabilisierende Wirkung haben.
Insbesondere Preissprünge bei Benzin, die durch das Ansteigen der
Ölpreise verursacht werden, können durch die Verwendung von
Biokraftstoffen in Grenzen gehalten werden oder zumindest abgemildert
werden", stellt der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung abschließend
fest.
Mineralölsteuer ökologisieren - je mehr bio, desto günstiger
Seit 2004 gibt es in Österreich vier verschiedene Steuersätze für
Benzin und Diesel. Pro Kraftstoff gelten jeweils zwei MöSt-Sätze. Der
niedrigere Satz fällt beim umweltfreundlichsten Kraftstoff an, der
höhere gilt für jene Sorten, die bestimmte Umweltkriterien nicht
erfüllen. Die geplante stufenweise Erhöhung der biogenen Anteile ist
der Ansatzpunkt für das Clubmodell einer ökologischen MöSt-Reform.
Rohracher: "Zurück auf einen Basis-Steuersatz pro Spritsorte und den
Bio-Anteil de facto steuerfrei stellen - also je mehr bio, desto
günstiger." Für null Bioanteil fallen demnach 100 Prozent Steuern an,
für 10 Prozent Bio-Anteil 90 Prozent. Das Clubmodell von zwei
Basis-Steuersätzen und steuerfreien Bioanteilen begünstigt damit
automatisch jede künftige Erhöhung des Bio-Anteils in Sprit.
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Dagmar Halwachs
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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