- 09.12.2010, 11:19:18
- /
- OTS0097 OTW0097
Brunner aus Cancun: Der Freikauf von Klimaschutzmaßnahmen durch CO2-Endlager darf nicht anerkannt werden
Österreich darf keinesfalls zustimmen
Wien (OTS) - Laut jetzigem Verhandlungsstand bei der
Weltklimakonferenz in Cancun wird Carbon Capture and Storage (CCS)
als Clean Development Mechanismus (CDM) anerkannt. CDM-Projekte sind
Projekte in die z.B. Länder wie Österreich investieren, um sich von
den eigenen Klimaschutzzielen freizukaufen. Bei CCS wird CO2 aus
Kohlekraftwerken abgeschieden und in den Boden gepumpt. Aus den
Augen, aus dem Sinn - also nichts anderes als ein Endlager für CO2.
Niemand kann heute sagen, wie groß die geologischen Kapazitäten dafür
überhaupt sind und niemand kann ausschließen, dass das CO2 dann
wieder austritt - und in der Umgebung dann jedes Leben auslöscht.
Auch die EU befürwortet CCS als Klimaschutzmaßnahme. "Das ist eine
katastrophale Entwicklung. Denn letztlich dient CCS nur als
Rechtfertigung für weitere Kohlekraftwerke. Und Kohlekraftwerke mit
oder ohne CCS als Klimaschutzmaßnahme zu finanzieren ist ein Desaster
für das Weltklima", kritisiert Christiane Brunner, Umweltsprecherin
der Grünen, direkt von den Verhandlungen in Cancun.
"Ich erwarte von Landwirtschaftsminister Berlakovich maximalen
Einsatz innerhalb der EU zur Änderung dieser Position. Österreich
darf da keinesfalls zustimmen! Sollte der schlimmste Fall eintreten,
dass das hier in Cancun doch durchgehen sollte, dann darf Österreich
auf keinen Fall in solche Projekte investieren", fordert Christiane
Brunner, Umweltsprecherin der Grünen, direkt von der
Weltklimakonferenz in Cancun. Österreichs Klimaschutzanstrengungen
sind schon jetzt kaum der Rede wert, und beruhen großteils auf den
Freikauf durch CDM-Projekte.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB






