• 07.12.2010, 11:30:36
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Filmwirtschaftsbericht 2010

Filmförderung als Investititon in die weitere Zukunft

Wien (OTS) - Gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten sind
strategische Investitionen in Wachstumsbranchen mit hoher
Wertschöpfung gefragt, bei denen mit vergleichsweise wenig Mitteln
große gesamtwirtschaftliche Effekte erzeugt werden können. Dass der
österreichische Film eine solche Wachstumsbranche darstellt, belegt
der aktuell vorliegende Filmwirtschaftsbericht 2010 eindrücklich.

Film bringt einen mehrfachen Return on Investment. Allein durch
die Herstellung von Filmen werden neben der kulturellen Leistung
bereits in der Entstehung enorme makroökonomische Effekte erzeugt.
Die in Zusammenarbeit mit Statistik Austria erhobenen Zahlen belegen,
dass der Gesamtumsatz der österreichischen Filmwirtschaft über 690
Mio. Euro betrug.

Dieser Umsatz wurde von über 2.100 Unternehmen erwirtschaftet, von
denen rund drei Viertel als Filmproduzenten arbeiten. Berücksichtigt
man alle an der Filmwirtschaft ebenfalls beteiligten, von Statistik
Austria aber nicht erfassten Bereiche wie zB Festivals und
strukturtragende Organisationen, kann man insgesamt von rund 850 Mio.
Euro Jahresumsatz ausgehen. Zusätzlich dazu werden die indirekten
Effekte im Rahmen der gesamten Wertschöpfungskette des Films wirksam,
die bis hin zu Tourismus und Gastronomie reichen. In zahlreichen
Studien werden diese zusätzlichen indirekten Effekte zwischen 20% und
30% angesetzt. Damit liegt die geschätzte gesamtwirtschaftliche
Bedeutung der österreichischen Filmwirtschaft und ihrer Nahebereiche
an der Milliardengrenze.

In diesem Zusammenhang ist die Rolle der Förderungen als
wesentlicher Motor der Filmwirtschaft zu betonen. Setzt man die
Gesamtförderungen der öffentlichen Hand in Österreich von rund 60
Mio. Euro im Jahr 2009 in Relation zu den Umsätzen der Kino- und
TV-Hersteller im Jahr davor, ergibt sich eine Förderquote von unter
20%.

Neben den volkswirtschaftlichen Effekten trägt die Filmwirtschaft
aber auch überproportional zu Steuereffekten bei. Bei einer
angenommenen Steuerquote von 30% kann von rund 100 Mio. Euro
Steuerleistung ausgegangen werden. In Relation zur Förderung bedeutet
das, dass jeder Euro Förderung zumindest 1,5 x als Steuer-Euro in
die öffentlichen Kassen zurückfließt.

In wirtschaftlichen Krisenzeiten ebenfalls von besonderer
Bedeutung sind Beschäftigungseffekte, die Einkommen schaffen und die
Sozialkassen entlasten. Die österreichische Filmwirtschaft
beschäftigt im Jahresschnitt knapp 7.000 Personen, rund 70% davon
unselbstständig.

Filmförderung rechnet sich also immer doppelt - kulturell wie
wirtschaftlich - und rechtfertigt daher auch und gerade in
wirtschaftlich schwierigen Zeiten, in denen nachhaltige strategische
Entscheidungen ganz besonders gefragt sind, die nicht erfolgten
Kürzungen und jeden weiteren möglichen Ausbau als sinnvolle
Investition in die weitere Zukunft.

Rückfragehinweis:
Österreichisches Filminstitut
Direktor Mag. Roland Teichmann
Tel.: (+43 1) 526 97 30
E-Mail: [email protected]
Web: http://www.filminstitut.at

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