- 04.12.2010, 14:57:02
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"Rehabilitation alter Menschen - eine Illusion?"
Am 5. ExpertInnenforum des Fonds Soziales Wien nahmen ca. 150 Personen teil
Wien (OTS) - "Rehabilitation alter Menschen - eine Illusion?" -
unter diesem provokanten Titel fand das von Dr.in Angelika
Rosenberger-Spitzy, Chefärztin des Fonds Soziales Wien (FSW) und
SeniorInnenbeauftragte der Stadt Wien, moderierte 5. ExpertInnenforum
des FSW statt, diesmal in Kooperation mit dem Kuratorium Wiener
Pensionistenwohnhäuser (KWP). Im Haus Leopoldau diskutierten im
Rahmen dieses Forums namhafte ReferentInnen mit rund 150
TeilnehmerInnen.
Kooperationsprojekt zwischen AKH und dem Kuratorium Wiener
Pensionistenwohnhäuser
Prim.a Dr.in Katharina Pils, Sozialmedizinisches Zentrum
Sophienspital, hält die Zielvereinbarung für den
Rehabilitationsprozess für eminent wichtig: "Im Rehabilitationsteam
muss unter Einbeziehung der Angehörigen, jedoch immer gemeinsam mit
dem Patienten stetig hinterfragt werden, was erreicht werden soll."
Dr. Karl Tanzmeister, leitender Arzt des KWP, stellte ein
Kooperationsprojekt zwischen AKH und KWP vor. Tanzmeister erläuterte:
"Das AKH habe die Technik, um zu operieren, das Kuratorium die Zeit,
um zu rehabilitieren." Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion war
die Problematik Älterer, die aufgrund von psychischen Erkrankungen
Rehabilitationsziele schwer erreichen können. Prim. Dr. Kurt
Sindermann vom Krankenhaus und Geriatriezentrum Ybbs ortete Defizite
in den Angeboten für Menschen mit chronischen psychischen Leiden oder
auch einer langjährigen Suchtproblematik. Dr. Georg Psota, Chefarzt
des Psychosozialen Dienstes, wies darauf hin, dass die Demenz der
häufigste Grund für die Inanspruchnahme einer stationären
Pflegeeinrichtung sei. Aber auch die Depression führe nicht selten
dazu, ergänzte der Chefarzt.
Klicka: "Jeder ältere Mensch bekommt in Wien die Betreuung,
die er braucht!"
Prof. Dr. Rudolf Müller, Chefarzt der
Pensionistenversicherungsanstalt (PVA), präsentierte beeindruckende
Zahlen über die Zunahme sogenannter Heilverfahren auch für
PensionistInnen, die laut ASVG "keinen gesetzlichen Anspruch auf
Kostenübernahmen einer Rehabilitation haben". Trotzdem gibt die PVA
für die Gesundheitsvorsorge älterer Personen Hunderte Millionen Euro
aus. Im Rahmen der Podiumsdiskussion unterstrich die Dritte
Landtagspräsidentin und Vorsitzende der Gemeinderätlichen
Geriatriekommission, Marianne Klicka, dass gerade Wien sehr viele
differenzierte Angebote für die ältere Generation zur Verfügung
stellen, und dass durch das neue Geriatriekonzept mit der Schaffung
moderner Wohn- und Pflegeplätze sichergestellt sei, dass jeder ältere
Mensch die Betreuung bekomme, die er benötige. Klicka betonte: "In
den Geriatriezentren der Stadt Wien wird in den sogenannten
Kurzzeitpflegestationen hochprofessionell im interdisziplinären Team
rehabilitiert, um die Lebensqualität der SeniorInnen dieser Stadt zu
gewährleisten und zu verbessern, wo es nötig ist."(Schluss) hl
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz: www.wien.gv.at/rk/ Mag. Horst Lassnig Mediensprecher der Dritten Landtagspräsidentin Marianne Klicka Telefon: 01 4000-81043 Mobil: 0676 8118 81043 E-Mail: [email protected]
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