Fernwärme zwischen Cancún und Sparbudget
Fernwärmeausbau als umweltrelevante Maßnahme gefährdet/Gesetzlich vorgesehener Fördertopf nicht ausreichend dotiert
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-- Diese Meldung wurde korrigiert --
-- Neufassung in Meldung OTS0192 vom 03.12 --
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Wien (OTS) - Während bei der Klimakonferenz in Cancún nach
Lösungen gegen den unkontrollierten Ausstoß von Treibhausgasen
gerungen wird, liegt in Österreich seit 2009 eine klimarelevante
Maßnahme in der Warteschleife, die sofort wirksam werden könnte: Seit
17. Juni 2009 ist das Wärme- Kälteleitungsausbaugesetz in Österreich
in Kraft. Dieses in der Zuständigkeit des Wirtschaftsministers
liegende Gesetz sieht Investitionsförderungen von bis zu 60 Mio. Euro
pro Jahr für den Ausbau von Fernwärme oder -kälte vor, die durch das
geplante Budget des Bundes für das Jahr 2011 nun wieder gefährdet
scheint.
Die Wärmeversorgungsunternehmen haben bereits zahlreiche große und
kleine Projekte fertig geplant, diese zur Förderung eingereicht und
sie könnten jederzeit mit deren Durchführung starten. "Die Politik
braucht nur den Hebel umlegen, die erforderliche effiziente
Technologie ist vorhanden, aber die im Gesetz vorgesehenen
Fördersummen werden nicht ausgeschüttet", sagt Roland Pumberger,
Vorstand der Energie AG Oberösterreich und Bereichssprecher des
Fachverbandes Gas Wärme.
Studie der Österreichischen Energieagentur belegt
volkswirtschaftliche Effekte
Neben dem Klimaschutz verweist Pumberger auf volkswirtschaftliche
und beschäftigungspolitische Effekte: "Bis 2020 würde die Wirtschaft
mit diesem Anreiz mehr als 1,5 Mrd. EUR investieren. Das bedeutet für
Österreich 1.600 Arbeitsplätze und eine Wertschöpfung von über 1,2
Mrd. Euro. Wenn wir diese und ähnliche Chancen nicht nutzen, ist
wirklich fraglich, was wir in Richtung Kyotoziele schaffen."
Fritz Unterpertinger, Geschäftsführer der Österreichischen
Energieagentur, der eine Studie über die Auswirkungen dieser
Investförderungen des Wärme -kälte ist in der Energiestrategie für
Österreich nicht nur mit zielgerichteten Förderungen vorgesehen,
sondern auch gegenüber der Förderung von individuellen Heizsystemen
priorisiert. Fernwärme und -kälte sind in hohem Maß versorgungssicher
und reduzieren aufgrund der erheblichen Primärenergieeffizienz den
Importbedarf an Energieträgern. Der Verzicht auf diesen koordinierten
Ausbau von Fernwärme und -kälte bedeutet damit auch einen Verlust an
Emissionsreduktion."
Für Pumberger geht es auch nicht um den Abtausch einer Technologie
gegen die andere sondern um die Konsequenz bei der Schaffung von
Rahmenbedingungen. "Die oft ausufernde Diskussion über zukünftige
Technologien spart noch gar nichts ein, auf dem Weg dorthin müssen
wir jetzt schon handeln. Die Politik braucht von der Wirtschaft kein
Engagement erwarten, wenn die Unternehmen, die in Vorleistung gehen
dann hängen gelassen werden." so Vorstandsdirektor Pumberger
"e-Mobilität und Photovoltaik brauchen noch viele Jahre für eine
flächendeckende Wirksamkeit, bis dahin sollte man die Hände nicht in
den Schoß legen, schon gar nicht, wenn es bereits derart gut
vorbereitete Lösungen gibt."
Der Fachverband der Gas- und Fernwärmeunternehmen(FGW) ist die
unabhängige, gesetzliche Interessenvertretung aller Unternehmen der
Gas- und Wärmeversorgung Österreichs. Gemeinsam mit seinen 600
Mitgliedsunternehmen engagiert sich der FGW für den wirtschaftlichen,
sicheren und umweltschonenden Einsatz von Fernwärme und Fernkälte,
Erdgas und Biogas in Österreich.
Link zur Studie Wirtschaftsfaktor Fernwärme und Fernkälte -
Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Österreich
http://www.ots.at/redirect/Fernwaerme_Endbericht
Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen
Schubertring 14,
A-1015 Wien
Tel.: 513 15 88/13,
Email: griessmair@gaswaerme.at















