• 02.12.2010, 11:07:48
  • /
  • OTS0113 OTW0113

AKNÖ kritisiert: Banken verlangen zu viele Spesen

Girokonten: bis zu 215 Euro Kontoführungsgebühr

Wien (OTS/AKNÖ) - Die AKNÖ hat die Konditionen für täglich
fälliges Geld, Schalterkredit und Gehaltskonten unter die Lupe
genommen. Fazit: Kontoführungsgebühren und Überziehungszinsen sind
hoch, die Habenzinsen mickrig. "Es gibt schon zu viele Spesen und
Gebühren. Da brauchen die Konsumenten keine zusätzliche
Weiterverrechnung der geplanten Bankenabgabe", sagt AKNÖ-Präsident
Hermann Haneder.

Ob Schalterkredit, Gehaltskonto oder Sparcard: ohne Spesen und
Gebühren läuft nichts. Sie knabbern auch die elektronische Form des
Sparbuchs, die Sparcard, an. Zwischen 1,75 Prozent und 0,0062 Prozent
Zinsen gibt es derzeit für täglich fälliges Geld. "Diese niedrigen
Zinssätze werden oft noch zunichte gemacht. Und zwar durch die
Verrechnung von Kontoführungsgebühr, Kartengebühr und
Kontoschließungsgebühr", sagt AKNÖ-Bankenexperte Ernst Hafrank.

Schalterkredite: 75 Euro für Mahnung, 5 Euro für Infoschreiben

Schalterkredite werden derzeit mit effektiven Jahreszinsen zwischen
5,3 und 8,4 Prozent vergeben. An jährlichen Kontoführungsgebühren
werden bis zu 65,52 Euro verrechnet. Einige Banken lassen sich die
Kosten, die ihnen bei der Abklärung der laufenden Kreditschulden des
Kreditwerbers (KSV) entstehen, mit 10 bis 25 Euro zahlen. Für die
Bekanntgabe des neuen Verrechnungszinssatzes werden bis zu 5 Euro pro
Informationsschreiben verlangt. Auch für Mahnungen müssen Spesen
bezahlt werden, hier liegen die Tarife zwischen 0 und 75 Euro.

Gehaltskonten: bis zu 215 Euro Kontokosten pro Jahr

Bei Gehaltskonten werden derzeit zwischen 0,125 und 1 Prozent an
HABEN-Zinsen verrechnet. Bei Überziehung innerhalb des vereinbarten
Rahmens werden zwischen 3,7 und 12 Prozent verrechnet. Überzieht man
mehr, sind es zwischen 5 und 18,25 Prozent. "Die jährlichen
Kontokosten für ein Gehaltskonto mit den üblichen ca. 240 Buchungen
pro Jahr bewegen sich zwischen 0 und 215,54 Euro. Einige Banken
verrechnen eine erhöhte Kontoführungsgebühr, wenn das Konto überzogen
wird", erklärt Hafrank.

Vier weitere Gebühren

Aber das ist nicht alles, gibt es doch bei den Girokonten noch die
Dauerauftragsänderungsgebühr, die Lastschrift-Rückbuchungsgebühr
mangels Kontodeckung sowie die Kontoschließungsgebühr. Für die
Bareinzahlung auf ein institutfremdes Konto werden bis zu 7 Euro
verlangt.

"Die Bandbreite zwischen einem Standardkonto und einem Konto mit
diversen Dienstleistungen und Debitorenkarten ist groß. Konten,
welche einige Dienstleistungen kostenlos beinhalten, sind meistens
jene von Online-Banken", erklärt Hafrank. Über die günstigsten
Konditionen informiert der AK-Bankenrechner auf noe.arbeiterkammer.at

Rückfragehinweis:
AKNÖ-Konsumentenberatung: Ernst Hafrank, Telefon 05 7171-1310

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKN

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel