• 01.12.2010, 15:26:59
  • /
  • OTS0292 OTW0292

Schüssel: Österreichs Euro-Beteiligung brachte uns über 1,5 Milliarden an Zinsgewinnen

Außenpolitischer Sprecher übt scharfe Kritik an Wikileaks-Veröffentlichungen

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Alle Fakten und Expertenmeinungen sprechen
dafür, dass Österreich enorm von der Euro-Einführung profitiert hat.
Mit der Euroeinführung hat sich die Zinssituation um einen
Prozentpunkt verbessert. Alleine dadurch hat das Österreich einen
Vorteil von über 1,5 Milliarden Euro gebracht. Das sagte heute,
Mittwoch, der außenpolitische Sprecher der ÖVP, Abg. Dr. Wolfgang
Schüssel, der in seiner Rede auch scharfe Kritik an den jüngsten
Wikileaks-Veröffentlichungen übte.

Der Euro-Rettungsschirm, der im Parlament einstimmig beschlossen
wurde, habe sich als das richtige Instrument zur Stabilisierung des
Euro erwiesen. "Hätten wir die Griechen, Irland und andere periphäre
Länder fallen gelassen, dann wären alleine österreichische
Institutionen mit Ausfällen im Umfang von 40 Milliarden Euro
konfrontiert", so Schüssel.

Österreichs Wohlstand werde vor allem durch die hohe Exportquote von
über 60 Prozent gesichert. Ein Ausschluss von Ländern und eine
Reduzierung auf eine Kerneuro-Zone würde sich fatal auf Österreich
auswirken, meint Schüssel. Aufwertungen und damit Exporteinbrüche
wären die Folge.

Schüssel appellierte an die Solidarität in Europa und erinnerte an
die Unterstützung der EU für Österreich beim Hochwasser oder die
Bankenhilfe in den osteuropäischen Ländern. "Wir waren damals dankbar
und das sollten wir nie vergessen, deshalb sind wir auch jetzt mit
unseren Freunden in Europa solidarisch."

Zu den jüngsten Veröffentlichungen auf der Internetplattform
Wikileaks wurde laut Schüssel eine rote Linie überschritten, die sehr
gefährlich sei. "Ich bin für Freiheit und Transparenz, aber es muss
immer noch der Grundsatz gelten: Freiheit braucht Verantwortung. Aber
wenn plötzlich arabische Politiker in Sorge um die Stabilität im
Nahen Osten sind und Informanten um Leib und Leben zittern müssen,
dann geht das zu weit ", so der außenpolitische Sprecher, der in
diesem Zusammenhang auch die USA in die Pflicht nimmt: "Es darf nicht
sein, dass UNO-Institutionen ausgespäht und der UNO-Generalsekretär
abgehört werden. Das widerspricht klar der Vienna Convention",
schloss Schüssel.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VPK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel