- 01.12.2010, 14:38:53
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Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Wien (SWV): Strobl fordert bessere Kommunikationsstrukturen in der WK-Wien
Strobl spricht sich im Wirtschaftsparlament für mehr Kommunikation zu aktuellen Wirtschaftsthemen aus
Wien (OTS) - Anlässlich der gestrigen Sitzung des
Wirtschaftsparlaments der Wirtschaftskammer Wien sprach sich
Vize-Präsident Fritz Strobl (Präsident des SWV Wien) für eine bessere
Kommunikation innerhalb der Wirtschaftskammer Wien aus. Sowohl
hinsichtlich des Inhalts als auch der Häufigkeit der Sitzungen sei
"Verbesserungsbedarf erkennbar und konstruktive Kritik angebracht."
Strobl plädierte einerseits für mehr Sitzungstermine, andererseits
auch für mehr Kommunikation innerhalb der Kammer, "insbesondere für
aktuelle Themen, die die Wirtschaft betreffen!"
Betreffend der Äußerungen von WKW-Präsidentin Brigitte Jank,
wonach im Regierungsprogramm der Rot-Grünen Wiener Stadtregierung
hinsichtlich der Wiener Wirtschaft einige Fragen offen geblieben
wären, merkte Strobl an, dass es ein ambitioniertes Programm für die
Wirtschaft im Regierungsprogramm gibt, wobei natürlich nicht alle
Details aufgezählt sind. Außerdem wies Strobl darauf hin, dass schon
wie bisher die Wirtschaftsförderung in enger Abstimmung und
Einbindung der Wirtschaftskammer erfolgt, was auch in Zukunft so sein
wird.
Betreffend des Themenbereichs Bildung, der unbestritten auch ein
wichtiger Aspekt für die Wirtschaft ist, "liegen die Probleme nicht
bei der Rot-Grünen Stadtregierung, sondern bei den Verhinderern in
der ÖVP", stellte Strobl klar.
SWV-Schinner: Grundumlage darf nicht erhöht werden
In ihrer Wortmeldung im Wirtschaftsparlament thematisierte die
Vorsitzende des Jungen Wirtschaftsverbandes, GR Katharina Schinner,
die Erhöhung der Grundumlagen in einigen Fachgruppen der Sparte
Handel. Schinner kritisierte, dass die Grundumlage unmittelbar nach
der Wirtschaftskammerwahl in mehreren Fachgruppen erhöht wurde,
obwohl noch vor der WK-Wahl den Mitgliedern versprochen wurde, keine
Erhöhung vorzunehmen. Außerdem sprach sich Schinner gegen eine
automatische Wertanpassung bei Grundumlagen aus, denn diese
Vorgangsweise würde auch dem WK-Gesetz widersprechen.
Als weiteren Punkt nannte Schinner die Fachgruppentagungen, "die
die einzige Gelegenheit für die Mitglieder in der Fachgruppe sind,
zentrale Punkte wie die Festsetzung ihrer Grundumlage, das Budget und
den Rechnungsabschluss aktiv mitzubestimmen. Der Sozialdemokratische
Wirtschaftsverband spricht sich auch klar dagegen aus, durch so
genannte Delegierungsbeschlüsse, Fachgruppentagungen nur alle fünf
Jahre stattfinden zu lassen", so Schinner.
WK-Programm für 2010-2015: Alleingang des Wirtschaftsbundes
Hinsichtlich des vorgestellten Programms der WK-Wien für 2010-2015
merkte Strobl an: "Eines ist auffallend, warum gibt es in der
Wirtschaftskammer Wien keine fraktionsübergreifenden Gespräche zu so
wichtigen Punkten wie dem Programm der Wirtschaft für die
Legislaturperiode 2010-2015?" Auch finden sich im Programm einige
"sonderbare Formulierungen." So gibt es etwa Ausführungen, wonach es
hinsichtlich der Entwicklungen im Banken- und Versicherungsbereich
(Basel III) keinesfalls zu Kreditverknappungen bei den Wiener
Unternehmen kommen würde. Fritz Strobl: "Es gibt sehr wohl für unsere
Wiener Unternehmen, insbesondere für KMU und EPU, Probleme bei der
Kreditvergabe, die Bedingungen wurden hier nicht so verbessert, wie
wir uns das wünschen!" Strobl verwies diesbezüglich darauf, dass er,
abgesehen von konkreten Lösungen hinsichtlich der Kreditklemme, noch
weitere entscheidende Themenbereiche für die Wiener Wirtschaft wie
die Frage der Märkte, der Grätzelbelebung, der Geschäftsmieten und
der MigrantInnenfrage im Programm der Wirtschaftskammer vermissen
würde.
Abschließend stellte der Präsident des SWV klar: "Die Aufgabe der
Interessensvertretung ist es, die Rahmenbedingungen für EPU und KMU
zu gewährleisten und nicht als Reaktion in der Wiener Wirtschaft
schlechte Stimmung zu verbreiten." Die Wirtschaftskammer Wien solle
genau wie die neue Stadtregierung, an ihren Taten und nicht nur an
ihrem Programm gemessen werden. "Arbeiten wir für die Wiener
Wirtschaft, vor allem für die EPU und KMU!", schloss Strobl.
Rückfragehinweis:
Mag. Anita Schartmüller Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Mariahilfer Straße 32/1, 1070 Wien Tel.:+43(1)5224766-12, Fax:+43(1)5224766-80 Mobil:+43(0)664-88 54 00 78 mailto:[email protected] www.swv-liste2.at
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