- 01.12.2010, 14:29:38
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Nikolaus: Wer fürchtet sich vorm Nikolaus?
Wenn's nach der Katholischen Jungschar geht: niemand
Wien (OTS) - Für die Katholische Jungschar stehen beim
Nikolausfest auch heuer die Kinder im Mittelpunkt. Damit die Feier
allen Spaß macht, hat die Jungschar einen Spickzettel für einen
angstfreien 6. Dezember zusammengestellt:
1. Zeigen Sie dem goldenen Buch mit Verfehlungen die Rote Karte
2. Krampusse müssen draußen bleiben
3. Das Motto "Je länger der Kunstbart, desto kurzweiliger der
Abend" ist falsch
4. Der Nikolo kommt zu allen Kindern
5. Der Nikolo darf auch Frau sein
6. Lassen Sie sich in den Mantel helfen
Der Nikolaus ist für Christina Schneider, Bundesvorsitzende der
Katholischen Jungschar, ein Symbol für kompromisslose Nächstenliebe
und das sollte auch am 6. Dezember zum Ausdruck kommen. Nächstenliebe
kann nicht an fromme Vorleistungen gekoppelt sein. Das goldene Buch,
das der Heilige auf den bekannten Darstellungen in der Hand trägt,
enthält keine Auflistung mit den Verfehlungen der Kinder aus dem
vergangenen Jahr, sondern symbolisiert die Heilige Schrift. Daher
Bibel rein, Sündenregister raus aus der Feier.
Auch der Krampus hat nach Auffassung der Katholischen Jungschar am
Nikolaustag nichts verloren. Gerade jüngere Kinder können Wahrheit
und Fiktion nicht unterscheiden und sehen in den herumlaufenden
Perchten die reale Personifizierung des Bösen. Der Krampus darf nicht
in die Wohnung. Am besten bleibt er gleich zuhause.
Kunstbärte liegen zwar in diesen Tagen mancherorts voll im Trend.
Sie wirken aber unnatürlich und verstellen das Gesicht des
Darstellers/der Darstellerin. Was bei Erwachsenen befremdlich wirkt,
macht manchen Kindern Angst. Die Jungschar empfiehlt: "Besser
weglassen oder rechtzeitig mit dem Rasieren aufhören."
Eine Frage, die immer wieder auftaucht, ist jene, ob der Heilige
auch zu nicht christlichen Kindern kommen darf. Der Nikolaus kommt
immer nur dann, wenn er eingeladen wird, also wenn die Familie das
wünscht. Er macht aber keinen Unterschied zwischen den Kindern.
Schließlich kommt der Hl. Nikolaus ursprünglich aus dem Gebiet der
heutigen türkischen Provinz Antalya, hat also auch einen
Migrationshintergrund.
Auch keinen Unterschied darf es laut Schneider machen, ob es sich
bei dem feierlichen Gast um einen Mann oder eine Frau handelt: "Es
geht um die Liebe gegenüber Kindern und nicht um das Geschlecht der
Darsteller/innen."
Eine Angst, die hauptsächlich Eltern und Darsteller/innen
betrifft, ist jene, dass für das Kind eine Welt zusammenbricht, wenn
es den Nikolaus beim Kleiderwechsel ertappt. Die Angst ist völlig
unbegründet, wie Entwicklungspsycholog/innen bereits in 1970er-Jahren
herausgefunden haben. Für Kinder vor dem Schuleintritt ist noch nicht
klar, dass Menschen unveränderlich bleiben. Die Verwandlung vom Vater
in den Nikolaus wird also als echt empfunden. Sobald die Kinder alt
genug sind, um zu verstehen, dass es sich um eine Verkleidung
handelt, ist es von Vorteil, wenn sie gleich bei der Einkleidung
dabei sind. Dann werden später keine kindlichen Illusionen zerstört.
Weitere Tipps, Hintergründe und Ideen zur Gestaltung der Feier
bietet die Katholische Jungschar auf ihrer Webseite www.jungschar.at
an und können im Jungscharshop unter www.jungscharshop.at bezogen
werden.
Rückfragehinweis:
Robert Korec Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Gesellschaftspolitik Telefon: +43/1/481 09 97-15 Mobil: +43 676 88 011 1000 mailto:[email protected] www.jungschar.at
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