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OTS0221   29. Nov. 2010, 15:30

Kollektivverträge im Handel in Österreich steigen um 2,0 bis 2,3 Prozent

Niedrige Einkommen stärker berücksichtigt als höhere Gehälter - Mindestgehalt im Handel jetzt bei 1.300 Euro


Nach insgesamt sechs intensiven und hart geführten Verhandlungsrunden konnten sich nun Arbeitgeber, angeführt von Chefverhandler Fritz Aichinger, Obmann der Bundessparte Handel in der WKÖ, und die Arbeitnehmer-Vertreter mit ihrem Verhandlungsleiter Franz Georg Brantner auf einen neuen Kollektivvertrag für rund 450.000 Angestellte im Handel und in den verwandten Berufen einigen: Demnach werden die kollektivvertraglichen Mindestgehälter im Handel ab 1. Jänner 2011 um 2,0 bis 2,3 Prozent angehoben. Der Mindestgehalt beträgt dann 1300 Euro. Besonderes Augenmerk wurde heuer auf die Lehrlingsentschädigungen gelegt. Neben einer Erhöhung um 2,3 Prozent wurde insbesondere auch ein Prämiensystem von 100 Euro bei gutem und 150 Euro bei ausgezeichnetem Lehrabschluss eingeführt.

"Wir haben den Auftrag von 38.000 Betroffenen, die sich für ein Mindestgehalt von 1300 Euro ausgesprochen haben, ernst genommen, und am Verhandlungstisch so lange nicht nachgegeben, bis er umgesetzt war. Dieser Abschluss stellt insbesondere für die unteren Gehaltsgruppen, darunter viele Frauen, und für die Lehrlinge ein wichtiges Ergebnis dar", betont Brantner.

"Die KV-Verhandlungen waren im Gefolge der Wirtschaftskrise heuer besonders schwierig, weil trotz steigender Umsätze die Erträge zu wünschen übrig lassen. Der jetzige Abschluss ist daher für uns gerade noch erträglich, denn immerhin bedeutet eine Gehaltserhöhung um einen Prozentpunkt Mehrzahlungen von 180 Millionen. Mit einem Mindestgehalt von 1.300 Euro wollten wir aber auch in Richtung unserer Mitarbeiter ein positives Signal setzen", betonte Aichinger nach den Verhandlungen. (JR/LK)

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0221 2010-11-29 15:30 291530 Nov 10 PWK0006 0275



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