• 29.11.2010, 11:56:04
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Wien führt höchste Mindestsicherung für Kinder in ganz Österreich ein

Wiener Heizkostenzuschuss hilft über den Winter

Wien (OTS) - Seit 1. September 2010 gibt es die Wiener
Mindestsicherung. Die Höhe der Mindestsicherung orientiert sich an
der Mindestpension und beträgt 2010 abzüglich der
Krankenversicherungsbeiträge 744 Euro netto monatlich für
Einzelpersonen und 1.116 Euro für Paare. Die 744 Euro setzen sich
zusammen aus einem Grundbetrag von 558 Euro (75 Prozent von 744 Euro)
und einem Wohnkostenanteil von 186 Euro (25 Prozent). Wien hat
bereits vor dem 1. September als einziges Bundesland eine
"Ersatzpension" für Menschen, die kein oder ein zu geringes Einkommen
hatten und das 65. Lebensjahr (Männer) bzw. das 60. Lebensjahr
(Frauen) vollendet haben oder auf Dauer arbeitsunfähig sind,
ausgezahlt. "Wien ist die Sozialhauptstadt Österreichs. Deshalb sind
wir mit der Einführung der Mindestsicherung dabei geblieben, die so
genannte Dauerleistung weiterhin 14 Mal jährlich auszubezahlen. Um
die finanzielle Situation von einkommensschwachen Familien mit
Kindern, insbesondere von AlleinerzieherInnen und Mehrkindfamilien,
zu verbessern, erhöht Wien ab 1. März 2011 den Mindeststandard für
minderjährige Kinder in der Mindestsicherung um 50 Prozent. Der
bisherige Mindeststandard für Kinder erhöht sich dadurch von 134 Euro
auf 203 Euro. Diese Maßnahme verbessert die finanzielle Situation von
rund einem Drittel der Fälle in der Mindestsicherung. 203 Euro
Mindestsicherung für Kinder, zusätzlich zur Unterstützung der Eltern
- das ist in Österreich der absolute Spitzenwert", betonte
Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely am Montag in einer gemeinsamen
Pressekonferenz mit dem Klubobmann der Grünen Wien, David Ellensohn.

Kinder maximal absichern

Im Detail bedeutet die neue Regelung: Bis zum 1. März kommen pro Kind
zur Mindestsicherung der Eltern weitere 134 Euro (18 Prozent von 744
Euro) dazu. Dieser Anteil wird dann in Wien von 18 auf 27 Prozent
erhöht. Ellensohn: "Armutsbekämpfung hat politische Priorität, Kinder
sind uns mehr wert. Als ersten Schritt wird Wien die höchste
Kindermindestsicherung in Österreich beschließen, damit alle Kinder
und Jugendlichen faire Chancen auf eine gute Zukunft haben." Mit
dieser Erhöhung des Richtsatzes im Wiener Mindestsicherungsgesetz
stehen allen Kindern rund 70 Euro mehr pro Monat zur Verfügung.
Gerade für AlleinerzieherInnen und kinderreiche Familien stellt dies
eine wichtige Entlastung dar.

Heizkostenzuschuss hilft über den Winter

"Die Bedarfsorientierte Mindestsicherung deckt an sich auch die
Heizkosten ab. Weil aber die Krise noch nicht vorüber ist, wird auch
heuer wieder ein Heizkostenzuschuss ausbezahlt - in Höhe von 100 Euro
zusätzlich zur Mindestsicherung für Haushalte, die Unterstützung
brauchen", so Wehsely. "Die Stadt stellt sich damit neben der
Unterstützung von Kindern auch klar an die Seite der SeniorInnen. Die
Unterstützung von MindestpensionistInnen ist Bundessache - gerade in
Zeiten von Sparbudgets auf Bundesebene zeigt Wien mit dem
Heizkostenzuschuss, dass sich die Wiener SeniorInnen auf ihre Stadt
verlassen können."

Wie bekommt man den Wiener Heizkostenzuschuss?

Wer in Wien wohnt und Mindestsicherung bzw. Mietbeihilfe für
PensionsbezieherInnen erhält, bekommt den Heizkostenzuschuss einmalig
automatisch mit der Leistung im Jänner 2011 überwiesen. Allein
wohnende Menschen mit einer Pension bis zu netto 744,01 Euro bzw.
Zweipersonenhaushalte bis zu netto 1.116,02 Euro können zwischen 1.
Jänner und 31. Jänner (Datum des Poststempels) einen Antrag mit
aktuellem Einkommensnachweis an "Heizkostenzuschuss 2010/2011,
Postfach 28, 1024 Wien" schicken.

Antragsformulare können ab 1. Dezember telefonisch von Montag bis
Freitag zwischen 8 Uhr und 18 Uhr unter der Nummer 01/ 4000/ 40660
bestellt werden. Dort kann man auch weiterführende Fragen stellen.
Die Formulare gibt es darüber hinaus ab Jänner bei der
Magistratsabteilung 40 (Wien 3, Thomas-Klestil-Platz 8). Geöffnet ist
dort von Montag bis Freitag zwischen 8 Uhr und 15:30 Uhr, am
Donnerstag zwischen 8 Uhr und 17:30 Uhr. "Die Stadt Wien ist für die
Menschen da.", schloss Wehsely.

Rückfragehinweis:

Mag. Michael Eipeldauer
   Mediensprecher Stadträtin Maga Sonja Wehsely
   Tel.: 01/ 4000/ 81 231
   Fax: 01/ 4000/99 81 231
   Handy: 0676/8118 69522
   E-Mail: [email protected]
   
   Maga Katja Svejkovsky
   Pressesprecherin Grüner Klub im Rathaus
   Tel.: 01/ 4000/ 81 814
   Handy: 0664/221 72 62
   E-Mail: [email protected]

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