- 26.11.2010, 13:21:21
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News: Interne Dokumente: Türkische Botschaft droht Wirtschaftskammer
Wenn kurdisch-stämmige Trainerinnen nicht abgezogen werden, sollen Wirtschaftsmissionen gestoppt werden
Wien (OTS) - Neue Wendung in der Diskussion um den umstrittenen
türkischen Botschafter Kadri Ecvet Tezcan: Wie NEWS im Zuge einer
Recherche bei türkisch-nationalistischen Vereinen in Österreich
erfuhr, übt die türkische Botschaft Druck auf die Wirtschaftskammer
aus, damit kurdisch-stämmige Trainerinnen aus dem
Wirtschaftsförderungs-Institut entlassen werden. Das bestätigt sich
auch in einer WKÖ-internen Mitteilung an Wirtschaftskammer-Präsident
Christoph Leitl, die im Milieu kursiert und die NEWS vorliegt. Darin
heißt es: "Dr. N und Mag. S. berichten von einer Drohung der
türkischen Botschaft, österreichische Wirtschaftsmissionen zu
stornieren, wenn die Wirtschaftskammer keine Konsequenzen in o.a.
Sache zöge (Abzug von missliebigen angeblich PKK-nahen
Trainerinnen)."
Hintergrund: Der ethnische Beauftragte der Wirtschaftskammer, Sami
Akpinar, hatte sich für die Entlassung einer kurdisch-stämmigen
Wifi-Trainerin stark gemacht. Sein Vorwurf: Sie sei Mitglied der
terroristischen Vereinigung PKK, die für die Autonomie der kurdischen
Minderheit in der Türkei kämpft. Das Projekt, in dem die Trainerin
arbeitete, wurde gestrichen. Sie wegen Verleumdung, das Verfahren ist
in Wiederaufnahme.
Der türkische Botschafter, der sich in einem Presse-Interview
kritisch über die österreichische Integrationspolitik äußerte, pflegt
enge Kontakte zu den türkisch-nationalistischen Vereinen. Das zeigt
auch ein in NEWS veröffentlichtes Foto: Es zeigt Tezcan Hand in Hand
mit dem Österreich Chef der extrem türkisch-nationalistischen Gruppe
"Grauen Wölfe".
Rückfragehinweis:
News Chefredaktion, 01/21312-1103
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