- 25.11.2010, 10:16:45
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ÖAMTC testet 100 Tourismus-Informationen in Österreichs Schiregionen (+ Grafik)
88 Prozent der Anfragen wurden am selben Tag beantwortet, Kompetenz der Beratung ausbaufähig
Wien (OTS) - Die Schisaison ist so gut wie eröffnet und in mehr
als 800 Wintersportorten in Österreich werden letzte Vorbereitungen
getroffen, um dem Ansturm der Urlauber standhalten zu können. "Die
Tourismus-Informationsbüros, die mit kompetenter Beratung zahlreiche
Gäste in die Urlaubsdestinationen locken sollen spielen dabei eine
wichtige Rolle", weiß ÖAMTC-Touristikexpertin Silvie Bergant. Wie
schnell die Mitarbeiter der Büros reagieren und wie wertvoll die
Informationen sind, hat die ÖAMTC-Touristik getestet. Mittels eines
vermeintlich privaten E-Mails an 100 Tourismusbüros wurde eine
konkrete Zimmeranfrage für die Semesterferien gestellt und nach
Informationen über Kinderschikurse sowie alternativen Angeboten für
Nicht-Schifahrer gefragt. "Ich plane mit meiner Frau und meinen zwei
Kindern (8 und 13 Jahre) einen Schiurlaub. Daher suchen wir für die
Zeit vom 19.02. bis 26.02.2011 ein gemütliches und günstiges Hotel",
lautete ein Teil des Mystery-Testmails. "Die Ergebnisse waren teils
überraschend", sagt die ÖAMTC-Expertin. Der Rücklauf lag bei
insgesamt 91 Prozent. Absolute Sensation ist jedoch, dass 88 Prozent
der Tourismusbüros ihre Antworten noch am selben Tag geschickt haben.
Die Qualität der Antworten variierte jedoch erheblich.
Erster Platz an Tirol und Vorarlberg, prominente Namen unter
den Verlierern
Den ersten Platz beim ÖAMTC-Servicetest belegen der
Tourismusverband Kitzbüheler Alpen, Zentralbüro St. Johann (Tirol),
Lech-Zürs Tourismus (Vorarlberg) und Schwarzenberg Tourismus
(Vorarlberg). Diese drei Tourismusbüros erreichten jeweils 19 von 20
Punkten. Bewertet wurde die Reaktion auf die E-Mail-Anfrage, das
konkrete Zimmerangebot, das persönliche Anschreiben und die Antwort
auf die Detailfragen zu Schikursen und Nichtschifahrer-Programmen.
Mit 18 Punkten liegen der Tourismusverband Ausseerland (Steiermark),
der Tourismusverband Tux-Finkenberg (Tirol) und der Tourismusverband
Wilder Kaiser (Tirol) auf dem zweiten Platz. Bundesland
Salzburg-Sieger ist der Kur- und Tourismusverband Bad Gastein, der
sich im österreichweiten Ranking Platz drei mit dem Tourismusverband
Haus im Ennstal (Steiermark), der Tourismusinformation Wildschönau
(Tirol), der Zillertal Arena, Zell am Ziller (Tirol) und dem
Warth-Schröcken Tourismus (Vorarlberg) teilt.
Unter den wenigen Informationsbüros, die nicht auf die Anfrage
reagiert haben, sind auch wohlbekannte Namen. So zum Beispiel der
Tourismusverband Obertauern (Salzburg), der Tourismusverband
Saalbach-Hinterglemm (Salzburg), der Tourismusverband Galtür (Tirol)
und der Tourismusverband Heiligenblut (Kärnten).
Auskünfte nicht immer vollständig, oft müssen Urlauber selbst
recherchieren
Große Unterschiede gab es hinsichtlich der Qualität der Antworten.
Meist werden Hotelanfragen in einem speziell für solche Anliegen
eingerichteten Buchungssystem eingegeben. Der weitere Vorgang ist
sehr unterschiedlich. Mehr als ein Drittel der Tourismusinfos (37
Prozent) setzt selbst keine weiteren Schritte, sondern überlässt es
den Pensionen und Hotels, dem potenziellen Gast Angebote zu
unterbreiten. Zwar funktioniert diese Vorgangsweise und der Urlauber
erhält jede Menge Hotelangebote, allerdings besteht hier die Gefahr
einer wahren Mailüberflutung. "Außerdem ersetzen solche Angebote der
Hotelbetreiber nicht die persönliche Empfehlung seitens des
Tourismusbüros", weiß die ÖAMTC-Touristikerin. Manche Tourismusbüros
stellen selbst oder mit Hilfe des Buchungssystems eine Auswahl
zusammen und verschicken diese entweder in einem persönlichen Mail
oder über das System in Form eines automatisierten Antwortmails.
Insgesamt erhielt die ÖAMTC-Touristik von 58 Prozent der Mitarbeiter
in Tourismusinformationen entsprechende Nächtigungsangebote.
Ernüchternd waren die Ergebnisse bei den Antworten auf die
gestellten Detailfragen. Nur vier Tourismusinformationen haben bei
der Frage nach Kinderschikursen und Programmen für Nichtschifahrer
die volle Punkteanzahl (sechs Punkte) erreicht. "Viele Tourismusbüros
schickten nur einen weiterführenden Link, zum Beispiel zur Webseite
einer Schischule. In 15 Prozent ist auf die individuellen Fragen gar
nicht reagiert worden", kritisierte die ÖAMTC-Expertin.
"Generell hat sich mit dem Internet das Informationsverhalten der
Urlauber zwar wesentlich geändert, dennoch sollten die Touristikbüros
auf Wunsch individuelle Fragen beantworten, vor allem, wenn diese
dezidiert gestellt werden", rät die ÖAMTC-Expertin. Denn wer sich
einen Wintersport-Urlaub leistet, entscheidet sich bei ähnlichem
Preis-Leistungs-Verhältnis wohl eher für das Schigebiet, das
freundlich, kompetent, prompt und mit etwas Charme präsentiert wird.
Alles zum Thema Reisen inklusive dem Routenplaner - für die ideale
Route in den Schnee - findet man online unter www.oeamtc.at/reise.
Aviso an die Redaktionen:
Eine Grafik zu dieser Aussendung ist im ÖAMTC-Fotoservice unter
www.oeamtc.at/presse abrufbar.
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Patricia Gassner
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
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