• 22.11.2010, 15:45:52
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OVE: Kürzung der Familienbeihilfe - Studierende der Ingenieurwissenschaften besonders betroffen

Wien (OTS) - Dem OVE Österreichischer Verband für Elektrotechnik
ist die Förderung des technisch-wissenschaftlichen Nachwuchses ein
großes Anliegen. Bei Wegfall der Familienbeihilfe ab dem vollendeten
24. Lebensjahr sieht der Verband speziell Studierende der
Ingenieurwissenschaften benachteiligt.

Zahlreiche freie Stellen in der Elektro- und Informationstechnik
können schon heute in Österreich wegen des Mangels an qualifizierten
Diplomingenieurinnen und -ingenieuren nicht besetzt werden. Laut
einer aktuellen Studie der Industriellenvereinigung kämpfen 2010
bereits rund drei Viertel der Unternehmen mit Rekrutierungsproblemen
im Bereich Technik/Produktion. Im Bereich Forschung und Entwicklung
sind es knapp zwei Drittel. Diese Situation wird sich in den nächsten
Jahren aufgrund von Pensionierungen weiter verschärfen. Doch gerade
in Zeiten wirtschaftlicher Umbrüche werden hervorragende Absolventen
im Bereich Technik und Naturwissenschaften benötigt. Bis 2013 wird
für beide Bereiche ein weiter steigender Bedarf von etwa 60 %
angegeben.

Angesichts dieser Situation sind die geplanten Einsparungen im
Bereich der Familienbeihilfe insbesondere bei
ingenieurwissenschaftlichen Studien kontraproduktiv: Ein Großteil der
Studierenden im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich maturiert
an einer Höheren Technischen Lehranstalt und leistet danach den
Präsenz- bzw. Zivildienst ab, somit wird das Studium erst mit etwa 20
Jahren aufgenommen. Die Mindestdauer eines Bachelor- bzw.
Masterstudiums der Elektrotechnik und Informationstechnik liegt bei
sechs bzw. vier Semestern; die durchschnittliche Studiendauer liegt
wesentlich höher - erste Erfahrungen beim Bachelor-Studium weisen
eine durchschnittliche Dauer von sieben Semestern aus, beim
Diplomstudium Elektrotechnik lag diese zuletzt bei 14 Semestern
(Mindestdauer 10 Semester). Das Absolvieren des Studiums innerhalb
der Zeit, in der Familienbeihilfe bezogen werden kann, ist also
praktisch kaum möglich.

"Unsere Gesellschaft steht am Beginn des 21. Jahrhunderts vor
großen Herausforderungen: zu Ende gehende fossile Ressourcen bei
stetig steigendem Energiebedarf, Überalterung der Bevölkerung und
eine zunehmende Verstädterung sind nur einige Problemstellungen, zu
deren Bewältigung intelligente und innovative Technologien nötig
sind. Dazu bedarf es best ausgebildeter Diplomingenieurinnen und
-ingenieure. Die geplante Kürzung der Familienbeihilfe ist daher
gerade für ingenieurwissenschaftliche Studien ein falsches Signal",
kommentiert VDir. Dipl.-Ing. Gunter Kappacher, Präsident des
Österreichischen Verbandes für Elektrotechnik, die geplanten
Einsparungsmaßnahmen der Regierung.

Der OVE verfolgt das Ziel, den technisch-wissenschaftlichen
Nachwuchs zu fördern sowie mehr Studierende zu einem einschlägigen
Studium zu motivieren. Als Konsequenz der geplanten Einsparungen
befürchtet der Verband jedoch einen Rückgang an Absolventinnen und
Absolventen ingenieurwissenschaftlicher Studien. Der OVE regt daher
an, die geplante Kürzung der Familienbeihilfe insbesondere bei
ingenieurwissenschaftlichen Studien in Hinblick auf den Bedarf der
Wirtschaft und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes nochmals zu
überdenken.

Über den OVE

Der Österreichische Verband für Elektrotechnik (OVE) repräsentiert
alle Bereiche der Elektrotechnik und Informationstechnik und vertritt
die Interessen seiner Mitglieder sowie der gesamten Branche auf
nationaler und internationaler Ebene. Seine Kerngebiete sind die
elektrotechnische Normung, die Zertifizierung, die Blitzortung und
Blitzforschung sowie die fachliche Aus- und Weiterbildung. Der OVE
ist der offizielle österreichische Vertreter bei IEC und CENELEC, den
internationalen und europäischen Normungsorganisationen für die
Elektrotechnik. Der OVE steht für die Förderung der Wissenschaft, die
Vertretung des Berufsstandes des Elektrotechnikers und für die
Sicherheit von elektrotechnischen Anwendungen. Die Aktivitäten seiner
Fachgesellschaften dienen dem Erfahrungsaustausch, dem Aufbau von
Expertennetzwerken und der Imagebildung

Rückfragehinweis:

Österreichischer Verband für Elektrotechnik
   Pressestelle
   Mag. Jutta Ritsch
   Eschenbachgasse 9, 1010 Wien
   Tel.: +43 316 873-7919
   Fax: +43 316 873-7917
   E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OVE

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