- 22.11.2010, 13:40:36
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KPMG Business Outlook: Österreichische Unternehmen weiterhin optimistisch
Wien/Linz (OTS) - Die für den Herbst durchgeführte "Global
Business Outlook Survey" von KPMG deutet weltweit auf nachlassendes
Vertrauen in die Wirtschaft hin, was auf die Skepsis hinsichtlich der
Wachstumserwartungen in zahlreichen Ländern zurückzuführen ist. In
der EU bleibt die Zuversicht jedoch aufrecht - dort werden
Veränderungen in der Wachstumszusammensetzung erwartet.
Das Vertrauen in die Wirtschaft ist seit der letzten Umfrage im Juni
weltweit gesunken. Die geringeren Wirtschaftswachstumserwartungen
sind eng mit der Erwartung verknüpft, dass neues Geschäftsvolumen im
kommenden Jahr langsamer wachsen wird. Dementsprechend haben die
Unternehmen ihre Gewinnprognosen nach unten revidiert. Das gilt auch
für Österreich, denn obwohl bei den Umsätzen starke Erhöhungen
erwartet werden, werden die Gewinnchancen eher mager ausfallen. Die
österreichischen Hersteller bleiben jedoch optimistisch, dass die
Aktivitäten auf dem Markt im kommenden Jahr anwachsen werden. Mit
44,7 Prozent ist der Netto-Saldo-Index der höchste seit Juli 2007 und
liegt damit weit über dem EU-Durchschnitt von 39,4 Prozent.
"Die Anzahl an Neuaufträgen in allen wichtigen Branchen wächst, was
sich natürlich in steigenden Umsätzen widerspiegelt. Die hohen
Rohstoffpreise wirken sich jedoch negativ auf die Gewinne der
Unternehmen aus", so Jens Kaden, KPMG-Geschäftsführer.
Österreichs Unternehmer erwarten leichten Anstieg der
Beschäftigungszahlen
Die weltweit eher zurückhaltenden Prognosen in Hinblick auf ein
Aktivitätswachstum führten auch zu gedämpften Aussichten für den
internationalen Arbeitssektor. Weltweit werden die
Beschäftigungsprognosen im Produktions- und im Dienstleistungssektor
nach unten revidiert. Nur rund 25 Prozent der befragten Unternehmen
können sich vorstellen die Beschäftigungszahlen innerhalb eines
Jahres zu erhöhen.
In Europa hingegen haben sich die Beschäftigungsprognosen allgemein
leicht verbessert. Während im Sommer nur knapp 10 Prozent der
befragten Unternehmen im Produktionssektor an eine positive
Entwicklung glaubten, sind es jetzt knapp 12 Prozent. Auch der
österreichische Produktionssektor erwartet weiterhin einen leichten
Anstieg. Mit 19,8 Prozent liegt die Anzahl der Optimisten zwar leicht
unter dem Wert von Juni (21,6 Prozent) zeigt aber, dass Österreichs
Hersteller weit optimistischer sind als der EU-Schnitt.
Auch Klaus Mittermair, Geschäftsführer bei KPMG, sieht einen leichten
Aufwärtstrend: "Trotz der vielversprechenden Zahlen von Österreichs
Wirtschaft scheint der Optimismus hinsichtlich der
Beschäftigungszahlen gegenüber dem Sommer zwar etwas gemindert,
gegenüber dem Vorjahr haben sich die Erwartungen jedoch deutlich
gesteigert."
Inflationsprognosen im Rückgang
Der weltweite Inflationsdruck bleibt im kommenden Jahr eher moderat.
Seit der letzten Umfrage sanken sowohl die positiven Prognosen für
Herstellungs- als auch für Anschaffungskosten, was auf schlechtere
Wachstumsvorhersagen zurückzuführen ist. Wie auch in den letzten
Umfragen erwarten die Produktionsbetriebe einen rascheren
Kostenanstieg als Dienstleistungsbetriebe, da sie stärker von
Änderungen der Rohmaterialpreise abhängen. Die Inflationserwartungen
in der EU sind seit Juni weitgehend stabil. In Österreich sind sie
hingegen leicht gesunken, wenn auch in einem etwas gemäßigterem
Ausmaß als noch im Juni.
"Die Schwäche des US-Dollar, das sich abschwächende
Wirtschaftswachstum in den USA und einigen asiatischen Ländern sowie
ein steigendes Rohstoff-Angebot nach produktionsbedingten Engpässen
sollten die Preise auf längere Sicht stabilisieren. In den nächsten
Monaten wird es jedoch vereinzelt noch zu Preisschwankungen kommen",
erläutert Mittermair.
"Obwohl die Krise derzeit die meisten Branchen nicht mehr so stark
beeinträchtigt wie in den letzten Jahren und die meisten Unternehmen
sich scheinbar für Umsatzschwankungen stabil positioniert haben,
müssen sie sich unbedingt weiter auf die Erreichung effizienter
Geschäftsprozesse konzentrieren und versuchen, die potentiellen
Rohstoff- und Fremdwährungsrisiken zu reduzieren", schließt Kaden.
Die vollständige Studie finden Sie auf www.kpmg.at !
Rückfragehinweis:
KPMG Austria Mag. Mariana Herrloss Corporate Communications Tel.: 0043 (0)1 313 32-730 mailto:[email protected] www.kpmg.at
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