- 21.11.2010, 08:00:19
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"trend": Meinl verlagert Lebensmittelproduktion ins Ausland
Marmeladeherstellung von Spitz (OÖ.) nach Italien - Kaffeerösterei soll folgen - Liquiditätsengpässe werden dementiert.
Wien (OTS) - Die Lebensmittelsparte des Traditionshauses Meinl ist
unter Druck, die Lebensmittelproduktion wird aus Kostengründen ins
Ausland verlagert, berichtet das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner
am Montag erscheinenden Ausgabe. Mit Anfang 2011 wird die Herstellung
von Julius-Meinl-Marmelade von der Firma Spitz in Attnang-Puchheim
zum Südtiroler Erzeuger Menz & Gasser verlagert. Auch die
Kaffeerösterei in Wien-Ottakring könnte in die italienische
Meinl-Fabrik in Vicenza wandern, bestätigt Marcel Löffler, Chef der
Julius Meinl Industrieholding (JMI): "Das ist eine Überlegung."
Gerüchte, wonach der Konzern eine Kapitalspritze der Meinl-Familie in
der Höhe von 40 bis 50 Millionen Euro benötigt, dementiert Löffler
aber mit Verweis auf die 40-prozentige Eigenkapitalquote: "Wir sind
ausreichend finanziert". Dennoch hat die JMI im vergangenen Jahr die
Marke Meinl um 18 Millionen Euro an eine im Besitz der Familie
stehende Familienholding verkauft, um Liquidität zu schaffen,
schreibt der "trend" weiter. Den ansehnlichen Gewinnen aus dem
Österreich-Geschäft stehen hohe Zinszahlungen für die Verschuldung
gegenüber, die sich im Zuge der inzwischen gestoppten Expansion
aufgebaut hat.
Vorerst werden keine weiteren Meinl-Kaffeehäuser, die es in Chicago,
Hamburg und Moskau gibt, anvisiert. Statt den angepeilten 200
Millionen Euro Umsatz im Jahr 2012 will die JMI, die 2010 mit 110
Millionen Euro Umsatz rechnet, in Zukunft leiser treten: Löffler gibt
ein Wachstum von "fünf bis zehn Prozent pro Jahr" als Ziel an.
Rückfragehinweis:
trend Redaktion, Tel.: (01) 534 70/3402
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