• 20.11.2010, 09:18:48
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  • OTS0016 OTW0016

FOREF - Kommentar: Wer braucht eine Bundesstelle für Sektenfragen?

Wien (OTS) - Seit 1998 gibt es die Bundesstelle für Sektenfragen
mit Sitz in Wien. Ihre zentrale Aufgabe besteht darin, Informationen
über so genannte Sekten zu sammeln, zu dokumentieren und weiter zu
leiten. Welcher Natur diese Informationen sind, ist unbekannt. Sind
es öffentlich zugängliche Informationen aus den Medien, Berichte von
so genannten Aussteigern oder Informationen von den so genannten
Sekten selbst? Wir wissen es nicht, weil die Bundesstelle keine
Auskunft darüber gibt und somit die Transparenz nicht gegeben ist.
Von einer öffentlichen, mit Steuergeld finanzierten Stelle, welche
mit einem Jahresetat von über 400.000 Euro agiert, dürften sich die
Steuerzahler das eigentlich erwarten.

Der Verweis der Bundesstelle, einzig und allein Informationen über
so genannte Sekten zu sammeln, auszuwerten und weiterzugeben,
rechtfertigt nicht den Aufwand von ca. 7 Mitarbeitern. Und überhaupt,
was heißt eigentlich Informationen sammeln, wird hier das
Fernsehprogramm nach Inhalten zum Thema gesichtet oder die
Tageszeitung ausgewertet? Und wenn ja, an wen werden diese medialen
"Bedrohungsszenarien" weiter geleitet, die ja letztlich zur
Meinungsbildung beitragen. Es wird uns Bürgern auch keine
Akteneinsicht über personenbezogene Daten als auch über das
Finanzgebaren der Bundessektenstelle gewährt.

Schauen wir uns einmal die Arbeit und Ergebnisse der Bundesstelle
für Sektenfragen der letzten 10 Jahre an, dann ist ernüchternd
festzustellen, dass die "Beobachtung" der "Sekten" durch diese
Einrichtung zu keinem Ergebnis geführt hat. Wo sind die
Publikationen, Informationsunterlagen oder die öffentlichen Vorträge,
welche die Gefährdungspotenziale von "Sekten" aufzeigen. Und was hat
die mittlerweile über 10jährige Beobachtung dieser Gruppierungen für
Ergebnisse mit sich gebracht? Dazu schweigt die Bundesstelle für
Sektenfragen. Das, was wir lesen können, sind vereinzelte
Jahresberichte dieser Einrichtung, welche in keinster Weise das
angebliche Gefährdungspotenzial, welches von ja "Sekten" ausgehen
soll, wirklich beschreibt.

Volltext des Kommentars:
http://www.ots.at/redirect/bundesstellefuersektenfragen

Rückfragehinweis:
FOREF Europa Tel: 0664 5238794
E-Mail: [email protected]
Website: http://foref.info

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