- 19.11.2010, 11:39:43
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Gleitsmann begrüßt Masterplan Gesundheit
SVA realisiert als erster Träger Teile der geplanten Reform des Gesundheitswesens
Wien (OTS) - "Wir haben die Neuorientierung der gewerblichen
Krankenversicherung bereits in Angriff genommen, 700.000 Versicherte
werden vom Wandel der Krankenkasse zur Gesundheitsversicherung
profitieren", so SVA-Obmann-Stellvertreter Dr. Martin Gleitsmann zu
den Zielsetzungen des Hauptverbandes, mit einem Masterplan
Österreichs Gesundheitssystem zukunftssicher umzugestalten. Neben
strukturellen Änderungen, neuen Finanzierungsmodellen und einem
bedarfsorientierten Umbau des Spitalswesens sollen in dem Plan auch
im Bereich der Prävention neue Prioritäten gesetzt werden.
Nach dem Motto "Krankheit vermeiden, Gesundheit erhalten", wird in
der SVA künftig Prävention zum zentralen Bestandteil der
Gesundheitsversorgung gemacht. Gleitsmann: "Nicht das Heilen, sondern
das Vermeiden von Krankheiten hat Vorrang. Dieser Paradigmenwechsel
entspricht dem Masterplan, der den Ausbau von Prävention und
Gesundheitsförderung vorsieht." Auch ein weiterer Punkt, nämlich die
"Entwicklung strukturierter Programme zur Behandlung chronisch
Kranker" ist bei der SVA in Umsetzung. "Für chronisch Kranke,
beispielsweise bei Diabetes, soll der Hausarzt zum Begleiter durch
das Gesundheitssystem werden" so Gleitsmann. Als so genannter
Gesundheitscoach soll er diese Patienten durch das System führen. Der
Informationsfluss der verschiedenen Fachärzte und Labors läuft an
einer Stelle zusammen. Therapien und verschriebene Medikamente werden
vom Hausarzt erst mit den Experten und dann mit dem SVA-versicherten
Patienten besprochen.
Neu ist auch, dass die Beteiligung der Versicherten an
Vorsorgeprogrammen mit einem Bonus belohnt wird. Werden die Ziele
erreicht, ist nur der halbe Selbstbehalt (10 statt 20 Prozent) zu
zahlen. Durch ein neues Terminsystem sollen auch die Wartezeiten
verringert werden. Ebenfalls umgestellt werden soll das
Honorarsystem: Die Mediziner sollen mehr verdienen, wenn ihre
Patienten gesund bleiben, als wenn sie krank sind und viele
Medikamente oder Behandlungen brauchen. Die Behandlungsqualität soll
sich also in der Entlohnung widerspiegeln. "Am Ende wird es zu einer
dreifachen Win-Situation kommen: Der Versicherte fühlt sich wohler,
der Arzt wird für die Gesunderhaltung entlohnt und die SVA spart sich
auf Dauer Kosten für die Behandlung von Krankheiten", so
Obmann-Stellvertreter Gleitsmann abschließend.
Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA)
ist der Sozialversicherungsträger für Österreichs Unternehmerinnen
und Unternehmer. In ihrer Zuständigkeit für die gesetzliche
Krankenversicherung der Selbständigen betreut die SVA rund 700.000
Anspruchsberechtigte (davon 340.000 Aktive, 130.000 Pensionisten und
230.000 Angehörige), in ihrer Zuständigkeit für die gesetzliche
Pensionsversicherung 360.000 Versicherte (300.000 Gewerbetreibende
und 60.000 Freiberufler).
Als modernes Dienstleistungsunternehmen setzt die SVA auf
Kundennähe, effiziente, schlanke Verwaltung und Aktionen wie "Fit zu
mehr Erfolg" und den einzigartigen "SVA-Gesundheitshunderter", welche
den Versicherten Motivation zur aktiven Prävention geben.
Rückfragehinweis:
Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft
Gerhard Schumlits
Tel. Nr. (01) 546 54/3466 DW
e-mail: [email protected]
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