• 18.11.2010, 12:20:08
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Lopatka: Durststrecke im Bereich für Private Equity in Österreich überwunden

Finanzstaatssekretär bei der Eröffnung des Business Angel Day klar gegen Eigentums- und Vermögensbesteuerung

Wien (OTS) - Zum zweiten Mal findet heuer in Österreich der
Business Angel Day statt. Rund 150 Privatinvestoren, die versteuertes
Eigenkapital in junge, dynamische aber auch risikobehaftete
Unternehmen investieren, kamen dazu in die Albertina in Wien, um ihre
Erfahrungen auszutauschen und Netzwerke zu knüpfen.
Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka betonte bei seiner
Eröffnungsrede, dass die Wirtschaftskrise im Jahr 2009 natürlich auch
die Private-Equity-Branche massiv getroffen habe. Doch, so Lopatka:
"Die Durststrecke ist hier überwunden - auch in Österreich. So wurden
in Europa im 3. Quartal 2010 fast doppelt so viele
Private-Equity-Deals abgewickelt wie im 2. Quartal. Und die
Wirtschaftslage in Österreich entwickelt sich heuer ausgesprochen
positiv: Österreich ist im 3. Quartal 2010 stärker als Deutschland
und die EU gewachsen."
Mit dem Business Angel Day werde verstärkt Augenmerk auf Private
Equity gelenkt. Klar müsse aber auch sein, dass von Seiten der
Bundesregierung die budgetäre Konsolidierung weiterhin im Vordergrund
stehe, so der Finanzstaatssekretär. Denn der vorgegebene
Konsolidierungspfad dürfe und könne nicht verlassen werden. Somit sei
es im Moment noch nicht möglich, Maßnahmen im Private-Equity-Bereich
zu setzen, wenngleich es ihm bewusst sei, dass die
Mittelstandsfinanzierungsgesellschaften derzeit noch nicht die
ausreichenden Rahmenbedingungen haben, um den Venture-Capital- und
Private-Equity-Markt in Österreich weiter zu forcieren, betonte
Lopatka.
"Der österreichische Finanzplatz steht im internationalen Wettbewerb
und hier ist es im Moment vor allem im Interesse der Wirtschaft
nötig, beispielsweise zentrale Sonderbestimmungen für Stiftungen und
damit die Attraktivität Österreichs als Stiftungsstandort zu
erhalten. Kontraproduktiv wäre nun die immer wieder thematisierte
Substanzbesteuerung von Vermögen, die verhindert werden konnte. Und
auch die Finanztransaktionssteuer nur im internationalen Gleichklang
einzuführen ist wesentlich. Denn ein nationaler Alleingang hier -
Stichwort Börseumsatzsteuer - wäre ruinös für den heimischen
Kapitalmarkt", so der Finanzstaatssekretär.
Klar sei aber auch, so Lopatka, dass sich die Bundesregierung im
Regierungsprogramm klar zum Ziel bekannt habe, die Rahmenbedingungen
für Risiko- und Beteiligungskapital weiter zu verbessern. Auch in die
FTI-Strategie (Forschung, Technologieentwicklung, Innovation) sei
dieses Ziel aufgenommen worden, das es gelte umzusetzen, sobald die
Wirtschaft sich nachhaltig erholt habe, so Finanzstaatssekretär
Lopatka abschließend.

Rückfragehinweis:

Pressesprecherin von Staatssekretär Dr. Reinhold Lopatka 
   Mag. Iris Brüggler
   Tel.: T: +43 (0)1 51433 500 085, Mob: +43 (0)664 2249512
   mailto:[email protected]
   www.bmf.gv.at
   
   Bundesministerium für Finanzen
   Hintere Zollamtsstraße 2b 
   A-1030 Wien

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