- 17.11.2010, 10:31:27
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ÖH: Hochschulplanungsprognose zeigt dringenden Handlungsbedarf - Österreich ist hinter OECD-Schnitt
Internationaler Studierendentag als Anlass für Kurswechsel in der Hochschulpolitik
Wien (OTS) - Die gestern präsentierte Hochschulplanungsprognose
zeigt aufs Neue klar, dass Österreich im internationalen Vergleich
hinterherhinkt. "Die Studie zeigt einmal mehr, dass die
österreichische Bildungspolitik endlich aus ihrem Koma aufwachen
muss, Österreich liegt bei den StudienanfängerInnen weiterhin 17%
unter OECD-Schnitt ", ärgert sich Thomas Wallerberger vom ÖH
Vorsitzteam über die Untätigkeit der österreichischen Regierung. "Der
heutige Internationale Studierendentag ist Anlass um zu betonen, dass
die Einführung von Zugangsbeschränkungen diese Situation weiter
verschärfen würde. Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr
Studierende auf unseren Hochschulen", so Wallerberger.
Die Studie bestätigt die ÖH darin, dass sich die Studierendenzahlen
in den nächsten Jahren einpendeln werden. "Das beweist, dass die
Horrorszenarien der Politik, insbesondere von Frau Ministerin Karl
nicht stimmen", erklärt Mirijam Müller, ÖH Generalsekretärin.
"Wichtig ist, dass endlich angemessen gehandelt wird - Einsparungen
im Bildungsbereich und Zugangshürden verschärfen die ohnehin
schlechte Lage weiter. Derartige Maßnahmen treffen vor allem
bildungsferne und sozial schwächere Schichten und verstärken so die
soziale Selektion in Österreichs Bildungssystem weiter", meint
Müller.
"Was es braucht, ist ein Kurswechsel in der Hochschulpolitik: Die
Ausfinanzierung der Hochschulen und ein klares Bekenntnis zu mehr
Studierenden in Österreich müssen zentrale Ziele sein", fordert
Sigrid Maurer vom ÖH Vorsitz. "Nur auf diese Weise kann auch die
AkademikerInnenquote steigen, damit das auch von Österreich
unterschriebene EU2020 Ziel, nämlich eine AkademikerInnenquote von
40%, nicht in unerreichbare Ferne rückt", so Maurer.
Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Pia Kranawetter, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
mailto:[email protected]
http://www.oeh.ac.at
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