• 16.11.2010, 12:31:32
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Hernstein: Wie Unternehmen den Aufschwung schaffen?

Wien (OTS) - An die 100 Manager und Führungskräfte kamen auf
Einladung des Hernstein Instituts für Management und Leadership am
12.11.2010 ins Tagungszentrum Schönbrunn und diskutierten über die
Lebensfähigkeit von Unternehmen. Selbsterneuerung stand dabei im
Zentrum.

Lebensfähigkeit statt Optimierung

Den Auftakt machte Stefan Güldenberg, Inhaber des Lehrstuhls für
internationales Management an der Hochschule Liechtenstein. Er nannte
in seiner Keynote zentrale Faktoren, die langlebige Unternehmen
kennzeichnen. Der Wirtschaftsökonom riet den anwesenden
Führungskräften in turbulenten Zeiten nicht auf Optimierung, sondern
auf die Erhaltung der eigenen Lebensfähigkeit zu setzen. Um überhaupt
zu erkennen, wo sich ein Unternehmen verändern muss, brauche es
"wahrnehmungsgeschulte" Führungskräfte. "Selbsterneuerung beginnt in
den Köpfen der Führungskräfte. Jede Veränderung hängt mit der
Veränderung der eigenen Landkarten zusammen", erklärte Stefan
Güldenberg in seinem Vortrag. Und jede Veränderung bedingt im Kern
die Entscheidung, was bewahrt werden soll.

"Selbsterneuerung ist die Fähigkeit von Unternehmen, sich
nötigenfalls radikal zu verändern Gleichzeitig muss aber der Kern,
die DNA eines Unternehmens, unangetastet bleiben. Unternehmen müssen
sich daher immer wieder fragen, wie man Selbsterneuerung steuern kann
und welche Rolle die Mitarbeiter bzw. die Führungskräfte selbst darin
einnehmen.", so Katharina Lichtmannegger, Leiterin des Hernstein
Instituts für Management und Leadership.

Lessons Learned aus der Praxis

In den anschließenden 5 Praxisworkshops veranschaulichten die
Firmenchefs Reinhard Backhausen (Backhausen interior textiles GmbH),
Wolfgang Kristinus (Baustoff + Metall International), Georg Obermeier
(T-Systems Austria GesmbH), Carl-Gerold Mende (Österreichische Post
AG) und Andreas Sundl (Hödlmayr Logistics GmbH) die jüngst
durchlebten Selbsterneuerungsprozesse in ihren Unternehmen. Das
Hernstein Symposium habe den Teilnehmern die Möglichkeit geboten, von
erfolgreichen Unternehmen zu lernen. Es sei eine Veranstaltung von
der Praxis für die Praxis gewesen, so die Institutsleiterin.

"Obwohl die Ausgangslagen der Unternehmen und natürlich auch die
Art ihrer Selbsterneuerungsprozesse recht unterschiedlich sind,
lassen sich doch Gemeinsamkeiten feststellen. Einerseits mussten die
Unternehmen Angebote, Organisationsstrukturen und Prozesse auf ihre
Markttauglichkeit prüfen. In vielen Fällen kam es zu radikalen
Veränderungen, bei denen Bequemlichkeitszonen verlassen werden
mussten. Tabus wurden plötzlich aufgebrochen und man musste sich von
Dingen verabschieden, die lange als selbstverständlich erachtet
wurden. Ganz klar wurde auch die zentrale Rolle der Führungskräfte.
Einerseits mussten neue Maßstäbe für das eigene Handeln definiert und
danach ausgerichtet werden. Andererseits wurde recht deutlich, dass
Kommunikation eine zentrale Qualität der Führungskräfte war", fasst
Institutsleiterin Katharina Lichtmannegger zusammen.

Gesellschaft und Selbsterneuerung

In der abschließenden Podiumsdiskussion befassten sich der
Philosoph Konrad Paul Liessmann, die italienische Soziologin Elena
Esposito und der Vorstand Paket & Logistik der Österreichischen Post
AG, Carl-Gerold Mende mit der Frage, ob die Wirtschaftskrise auch in
der Gesellschaft Selbsterneuerungsprozesse in Gang gesetzt hat.
Einig war man sich, dass sich das Verhältnis von Politik und
Wirtschaft gewandelt und die Krise zu einem neuen Selbstverständnis
der Politik geführt habe. In weiterer Folge könnte sich auch das
Demokratieverständnis ändern. Eine Veränderung hin zu mehr
Beteiligung seitens der Betroffenen - ähnlich wie in Unternehmen -
und somit höherer Identifikation mit den Problemlösungen wären
denkbar.

Rückfragehinweis:

Hernstein Institut für Management und Leadership
   Mag. Daniela Kaser, MAS
   Marktkommunikation
   Public Relations & Marktforschung
   Tel: 0043/1/514 50-5633
   Fax 0043/1/514 50-5609
   E-mail: [email protected]

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