- 16.11.2010, 08:48:29
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Mehr Etikettenschwindel in der Uni-Finanzierung
Wien (OTS) - Entgegen der medial vollmundig präsentierten
Ankündigung, den Universitäten 80 Mio. Euro mehr zur Verfügung zu
stellen, brachten die Loipersdorfer Beschlüsse nun die Ernüchterung:
In den nächsten vier Jahren werden am Hochschulbudget nicht 500 Mio.
Euro, sondern nur 180 Mio. Euro eingespart. Die Reduktion der
Einsparung von 500 auf 180 Mio. Euro als Steigerung der
Universitätenfinanzierung um 80 Mio. Euro in der Öffentlichkeit
darzustellen, wird von den Betriebsräten der Medizinischen
Universitäten entschieden zurückgewiesen.
Gerade die Absetzung hochschulpolitischer Ziele, wie der
Finanzierung der Vernetzung der EU-Forschung durch
Anbahnungsfinanzierung und Förderungsprogramme für Doktorate von
Frauen Universitäten, zeigt wie kurzlebig politische Visionen sind.
So sieht eine zukunftsweisende Wissenschaftspolitik nicht aus!
In Verbindung mit den Maßnahmen zur Streichung der
Familienbeihilfe für Studenten/innen ab dem 24. Lebensjahr kann nur
vor einem Rückgang der Akademiker/innenquote und der Frauen in
Leitungsfunktionen an Universitäten gewarnt werden.
Vor dem Hintergrund, dass Österreich die drittschlechteste
Akademiker/innenquote im OECD-Vergleich hat, ist diese Entwicklung
beschämend.
Für die Betriebsräte der Medizinischen Universitäten Österreichs
Ass.-Prof.in Dr.in Regina Gatternig, Graz
A. Univ. Prof. Dr. Thomas Szekeres, Wien
A. Univ. Prof. Dr. Martin Tiefenthaler, Innsbruck
Rückfragehinweis:
Ao. Univ.-Prof. Dr. Martin Tiefenthaler, Tel.: 0699 12369897
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