- 15.11.2010, 12:52:20
- /
- OTS0154 OTW0154
Korrektur: FPK-Scheuch fordert sofortige Neuwahl der ORF-Geschäftsführung
Chaos der letzten Monate beenden
Klagenfurt (OTS) - Einen Schlusspunkt unter die seit Monaten
anhaltenden Grabenkämpfe im ORF fordert heute FPK-Obmann DI Uwe
Scheuch. "Der ORF braucht schleunigst eine Neuwahl der
Geschäftsführung. Was sich da abspielt, ist eines
öffentlich-rechtlichen Unternehmens unwürdig und ruiniert das
jahrzehntelang hochgehaltene Image des österreichischen Rundfunks."
Generaldirektor Wrabetz sei offenkundig nicht mehr Herr der Lage,
sodass ÖVP und SPÖ ungeniert in den laufenden Betrieb und
verschiedenste Personalia hineinpfuschen könnten, stellt Scheuch
fest. Nach dem Tod des technischen Direktors - dessen Angehörigen
Scheuch sein Beileid ausspricht - sind nur mehr zwei der anfangs
sechs inthronisierten ORF-Direktoren im Amt.
Eigenartig sei auch, dass Wrabetz vor 6 Wochen noch mit Gewalt den
Wunschkandidaten Faymanns Karl Amon statt Willi Mitsche als
Hörfunkdirektor installiert hat - angeblich damit dieser Bereich
nicht führungslos sei. Jetzt aber, nach der Abwahl Oberhausers und
dem Tod Moosmanns, übernehme Wrabetz interimistisch gleich beide
Direktorenposten selbst. "Jetzt ist auf einmal keine Rede mehr von
rascher Nachbesetzung. Offenbar gibt es noch keine roten oder
schwarzen Parteigünstlinge, die sich für diese Posten anbieten",
glaubt Scheuch. Aber auch sonst reihe sich im ORF eine Peinlichkeit
an die andere. Abhörvorwürfe, gegenseitige Streitigkeiten zwischen
den ORF-Spitzen, parteipolitische Besetzungen und regelmäßige
Aufstände der Redakteure gegen die Unternehmensführung gehörten schon
zum Tagesgeschäft, führt Scheuch kopfschüttelnd an. "Kein Wunder,
dass die Quoten im freien Fall sind. Beim Kampf jeder gegen jeden
bleibt ja keine Zeit mehr für Kreativität", so Scheuch. Es dürfe
daher keine Prolongation dieser Chaostage im ORF geben, sondern müsse
raschestmöglich für Klarheit in der Führungsriege gesorgt werden.
"Der Küniglberg darf kein Kriegsschauplatz für mediale Eitelkeiten
sein. Eine Neuwahl des Generaldirektors und der ORF-Direktoren ist
daher unumgänglich. Für was die Österreicherinnen und Österreicher
derzeit überhaupt Rundfunkgebühren zahlen, ist so oder so nicht
nachvollziehbar", erklärt Scheuch, der aber nicht nur eine Neuwahl
der ORF-Spitze fordert, sondern auch eine Offenlegung der
ORF-Gehälter, eine Reduzierung auf das Politikerschema - derzeit
verdient der Generaldirektor sogar mehr als der Bundespräsident - und
die sofortige Verkleinerung des Direktoriums. "Die Bundesregierung
muss schnellstens den Weg frei machen für eine Neuwahl der
ORF-Führung. Eine Gehälterreduktion und die geplante Verkleinerung
der Gremien von 6 auf 4 Direktoren sind mehr als überfällig.
Einerseits würde das viele interne Abläufe erleichtern und für
weniger Reibereien sorgen. Und andererseits wäre es an der Zeit, dass
auch der ORF zu sparen beginnt", schließt FPK-Obmann Scheuch.
(Schluss/le)
Rückfragehinweis:
Die Freiheitlichen in Kärnten - FPK
9020 Klagenfurt
Tel.: 0463/56 404
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FLK






