OTS0144   15. Nov. 2010, 12:32

ÖH WU: Gipfel der Inkonsequenz erreicht, Bachelor wird schon wieder nicht im öffentlichen Dienst anerkannt

Studierende sollen sich mit Bachelor zufrieden geben - für den öffentlichen Dienst reicht es anscheinend jedoch nicht


Mit Schrecken hat die Hochschülerinnen- und
Hochschülerschaft an der WU Wien (ÖH WU) die gestern bekannt
gewordene Ankündigung von Beamtenministerin Heinisch-Hosek
aufgenommen, den Bachelor im öffentlichen Dienst schon wieder nicht
als vollwertigen akademischen Abschluss anzuerkennen. Besonders auch
im Hinblick auf die Äußerungen von Finanzminister Pröll stellt diese
Aussage eine weitere Brüskierung der Studierenden dar. "Während uns
Finanzminister Pröll bei der Familienbeihilfe weiß machen will, dass
der Bachelor als Abschluss ausreichen muss, erklärt uns die
Beamtenministerin, dass sie auch weiterhin BachelorabsolventInnen wie
MaturantInnen bezahlen will. Damit ist der Gipfel der Inkonsequenz
erreicht.", kritisiert ÖH-WU Vorsitzender Stefan Kilga.

Darüber hinaus sind die Signale, die die Ministerin damit auch in
Richtung Privatwirtschaft gibt, fatal. Kilga: "Wie soll irgendwer in
diesem Land den Bachelorabschluss für Voll nehmen, wenn es nicht
einmal die tun, die ihn eingeführt haben? Die Bolognareform mutiert
damit in ihrer österreichischen Umsetzung zunehmend zu einem
finanziellen "Worst Case" Szenario für die Studierenden. Im Endeffekt
wird entweder die Studienzeit verlängert und damit die
Lebensverdienstsumme geschmälert oder der Bachelor einfach am
Gehaltszettel nicht beachtet."

In Richtung Wissenschaftsministerin Karl betont Kilga: "Wir wünschen
Ministerin Karl viel Erfolg und Überzeugungskraft bei ihren Plänen,
Marketing für den Bachelorabschluss in der Privatwirtschaft zu
machen, besonders glaubwürdig wird sie dabei aus unserer Sicht
jedenfalls nicht wirken können."

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0144 2010-11-15 12:32 151232 Nov 10 OEH0001 0256



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