• 14.11.2010, 06:00:11
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Kärntner Tageszeitung - Kommentar von Michaela Geistler-Quendler: Kurzfristige Aufreger und gordische Knoten

Klagenfurt (OTS) - Bald ist es wieder so weit und die Ergebnisse
der jüngsten Bildungsvergleichsstudie PISA werden präsentiert (die
KTZ berichtete). Die Dramaturgie dieses Ereignisses lässt keinen
Spielraum für Überraschungen erwarten: Zunächst erfolgt die obligate
Hysterie, verstörende Einzelergebnisse leuchten von Headlines und
ganz Österreich scheint nur noch beseelt von der Sorge um die
Potenziale der heimischen Schüler zu sein. Langsam verblassen die
Schlagzeilen, und das Interesse daran, was die Resultate der Studie
uns sagen könnten, flaut ab. Vielleicht wird man diesmal mit
Ankündigungen von Reformen sparsamer umgehen, hat doch bisher die
Umsetzung viel zu wünschen übriggelassen. Von einer "Politik der
kleinen Schritte" zu sprechen, wäre noch stark übertrieben.
Stattdessen verheddern sich die Regierungspartner in einem endlosen
Verwaltungsdisput, der inhaltliche Aspekte völlig verdrängt. Es wird
nicht genügen, ab und an einen kurzen aufgeregten Blick über die
Grenzen zu werfen, um diese gordischen Knoten zu lösen.

Rückfragehinweis:
Neue Kärntner Tageszeitung, Viktringer Ring 28, 9020 Klagenfurt,
Mag. Michaela Geistler-Quendler, Tel.: 0463/5866-514, E-Mail: [email protected]

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