• 10.11.2010, 12:58:31
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Grünewald: Kahlschlag bei außeruniversitären Forschungseinrichtungen wirft Österreich um Jahrzehnte zurück

Lichtenecker: Regierung muss FTI-Strategie 2020 veröffentlichen

Wien (OTS) - "Die FTI-Strategie des Bundes muss umgehend
veröffentlicht und im Parlament diskutiert werden", fordert Ruperta
Lichtenecker, Vorsitzende des Ausschusses für Forschung, Innovation
und Technologie im Parlament und Forschungssprecherin der Grünen.
"Die Behauptung der Bundesregierung, bei Bildung und Forschung am
wenigsten zu sparen, ja sogar frisches Geld zu investieren, entpuppt
sich als massive Täuschung. Stagnierende bis sinkende Budgets werfen
die Universitäten um Jahre zurück. Laut Joanneum Research fehlen
allein an Mitteln zur verbesserten Infrastruktur in den nächsten
Jahren 600 Mio. Euro. Katastrophal wirkt sich das Sparpaket für 40
außeruniversitäre Forschungseinrichtungen aus, die vielen jungen
WissenschafterInnen Arbeit geben und vielfach auch hohe Reputation
haben", zeigt sich der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt
Grünewald verärgert.

Lichtenecker und Grünewald fordern wie der österreichische
Wissenschaftsrat und auch die Wissenschaftssprecherin der ÖVP,
Katharina Cortolezis-Schlager, eine Evaluierung dieser Einrichtungen,
um größeren Schaden abzuwenden. "Der Vorschlag, Teile dieser
Einrichtungen eventuell an Universitäten anzubinden oder
einzugliedern, klingt primär gut. Nur vergisst die ÖVP, dass die
Universitäten derzeit nicht über jene Finanzmittel verfügen, die dies
ermöglichen würden", empört sich Grünewald.

Für Lichtenecker und Grünewald kann diese Verarmung der
Wissenschaftsszene so nicht hingenommen werden, sie versprechen den
Betroffenen jedwede Unterstützung. "Völlig übersehen wird von
Bundesministerin Karl, wie viele Drittmittel diese Institutionen
einwerben und dass bei fehlender Basisfinanzierung auch diese Quellen
versiegen werden. Verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeldern und
ignorantes Sparen sind zwei Paar Schuhe. Bloßfüßig kann Forschung
aber nicht zeigen was sie kann", warnen Lichtenecker und Grünewald.

Die jüngsten Ankündigungen des Wissenschaftsministeriums lassen für
die zukünftige Ausrichtung der österreichischen Forschungspolitik
jedenfalls schlimmes befürchten. "Die Regierung muss daher die
ohnehin bereits fertige FTI-Strategie des Bundes aus der Schublade
holen, damit wir diese noch vor Budgetbeschluss im Parlament
diskutieren können", fordert Lichtenecker.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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