- 10.11.2010, 10:19:46
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Schwellenländer gehen gestärkt aus Krise hervor: Bessere Länderratings für Türkei, Russland und Brasilien - ANHANG
Wien (OTS) - Gute Neuigkeiten für Österreichs Exportwirtschaft:
Coface verbessert die Länderratings von drei wichtigen
Wachstumsmärkten für den heimischen Außenhandel. Russland, von der
Krise stark betroffen, erreicht wieder das Vorkrisenniveau. Die
Türkei und Brasilien gehen sogar mit einer besseren Bewertung aus der
Krise hervor.
Der internationale Kreditversicherer Coface hat die Länderratings
von drei der größten Schwellenländer nach oben gesetzt. Die Türkei
(aktuelles Rating: A4) und Brasilien (aktuelles Rating: A3) können
sich über ihre beste Bewertung seit Bestehen des Ratings freuen.
Russland kehrt nach einer Abwertung während der Krise zu seinem
Rating B zurück.
Erfolgreiches Krisenmanagement in Schwellenländern
Der Zusammenbruch des Welthandels war der wesentliche Faktor für
die Übertragung der Krise von den Industrieländern auf die
Schwellenländer. Diese wussten jedoch zu reagieren und setzten
insbesondere ab Anfang 2009 eine umfangreiche gegenzyklische Geld-
und Haushaltspolitik um. Mit Erfolg: Coface prognostiziert für die
Schwellenländer ein weiterhin starkes Wachstum von 6,1% im Jahr 2011.
Damit wird die allmähliche Autonomie gegenüber den Industrieländern
deutlich und die Widerstandskraft der neu auf den Markt kommenden
Unternehmen unterstrichen.
"Die Krise hat zu einer Reorganisation innerhalb der
Schwellenländer geführt", erklärt Yves Zlotowski, Chef-Ökonom von
Coface. "Sie waren ausnahmslos alle von der Krise betroffen. Aber es
gibt solche wie die Türkei und Brasilien, welche die
Herausforderungen der Krise mit Erfolg gemeistert und sich als
widerstandsfähiger als erwartet erwiesen haben. Und diejenigen wie
Russland, die sich rasch vom Rückschlag erholen und zu ihrem
Vorkrisenniveau zurückgefunden haben".
Türkei erstmals mit A4-Rating
Die Türkei erreicht zum ersten Mal die Kategorie der Investment
Grades. Nach einem beachtlichen Rückschlag durch die Wirtschaftskrise
wird das Land 2010 voraussichtlich eine Wachstumsrate um die 7%
erzielen. Die Türkei ist das Land mit der größten Lockerung der
Geldpolitik weltweit und hat den Leitzins zwischen November 2008 und
Dezember 2009 um 1.025 Punkte gesenkt. Sie hat einen exzellenten
Umgang mit dem Liquiditätsrisiko in Fremdwährungen bewiesen, ohne auf
den IWF zurückzugreifen.
Die Türkei verzeichnet eine beständige Erholung, die von einem
dynamischen Konsum der Haushalte und ebensolchen Investitionen
getragen wird. Nachdem sie sich zwischen Juli 2008 und März 2009 mehr
als verdreifacht hatten, fielen die unbezahlten Rechnungen ab
September 2009 wieder auf das Vorkrisenniveau zurück. Die meisten
Unternehmen, bei denen es zu Zahlungsverzögerungen gekommen war,
konnten ihre Handelsschuld ausgleichen. Die Zahlungsausfälle sanken
im ersten Halbjahr 2010 weiter und liegen nun deutlich unterhalb des
weltweiten Durchschnittswertes.
Russland kehrt auf Vorkrisenniveau zurück
Nach der Abwertung während der Krise kehrt Russland zu seinem
Rating B zurück. Das Land hatte 2009 die stärkste Rezession der
G20-Länder zu verzeichnen, Wachstumsmotor ist nun der private Konsum.
Die Unternehmen hingegen setzen ihre Entschuldung fort, so dass sich
Investitionen im Rahmen halten. Laut Coface hat sich das
Zahlungsverhalten der Unternehmen, das sich während der Krise stark
verschlechtert hatte, deutlich verbessert und entspricht nun wieder
den Werten aus der Zeit vor der Krise. Russlands Rating liegt wegen
seines lückenhaften Geschäftsumfeldes dennoch zwei Punkte unter dem
der anderen BRIC-Staaten, insbesondere wegen der mangelhaften
Transparenz der zur Verfügung stehenden Unternehmensdaten.
Beste Bewertung Brasiliens seit Bestehen des Ratings
Brasilien wird nun in A3 eingestuft, die beste Note für das Land
seit Bestehen des Ratings. Der von der Krise verursachte Rückschlag
war aufgrund der starken Diversifikation der brasilianischen
Wirtschaft sehr begrenzt. Der Aufschwung erfolgte sehr rasch und
stark. Nach Coface-Prognosen wird das Land 2010 eine Wachstumsrate
von 7,3% verzeichnen und 4,5% im Jahr 2011. Diese Entwicklung wird
vor allem von einem dynamischen Konsum der Haushalte und ebensolchen
Investitionen getragen.
Die 2010 verzeichnete starke Erholung mit einer für das Land
ungewöhnlichen Wachstumsrate wird von einer Geldpolitik begleitet,
die eine Überhitzung vermeiden soll. Alle Sektoren verzeichnen gute
Leistungswerte: Der industrielle Sektor profitiert weiterhin von der
Expansion, die Landwirtschaft befindet sich nach den schlechten
Resultaten von 2009 (wegen der Trockenheit) im Wiederaufschwung und
der Dienstleistungssektor verzeichnet eine beachtliche Entwicklung.
Coface prognostiziert eine weitere Verbesserung des
Zahlungsverhaltens brasilianischer Unternehmen.
Über Coface Austria und Coface Central Europe:
Coface Austria, mit Zentrale in Wien und Niederlassungen in Polen,
Ungarn, Litauen, Lettland, Slowakei, Tschechien, Rumänien und
Bulgarien, ist seit der Gründung 1954 ein führendes Unternehmen am
heimischen Markt für Kreditversicherungen. Seit 1997 ist Coface
Austria eine Tochter der französischen Coface und damit Teil eines
der drei Global Player am Kreditversicherungsmarkt. Die
Schwestergesellschaft Coface Central Europe ist seit 20 Jahren
Marktführer für Wirtschaftsinformationen in 13 zentraleuropäischen
Ländern. Ergänzend bietet man in der gesamten Region Inkassoservices
an. Coface Central Europe ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Coface
(75%) und des KSV1870 (25%). Seit 2002 ist Wien innerhalb des
Coface Konzerns Headquarter für Zentral- und Osteuropa, die gesamte
Region zählt bereits über 700 Mitarbeiter/innen.
Über Coface:
Ziel von Coface ist die Vereinfachung des globalen B2B-Geschäfts
mittels der vier Geschäftssparten Kreditversicherung,
Wirtschaftsinformation und -bewertung, Inkasso und Factoring. Diese
ermöglichen die teilweise oder komplette Auslagerung des
Forderungsmanagements sowie die Finanzierung und Versicherung der
Forderungen. 6.600 Mitarbeiter/innen in 67 Ländern bieten 130.000
Kundinnen und Kunden - darunter 45% der 500 größten Unternehmen -
weltweit lokales Service an. Coface ist eine Tochter der
französischen Bank Natixis (Stammkapital 12,8 Mrd. Euro, Ende Juni
2010).
Webtipp:
Nähere Informationen zu den aktuellen Länderratings von Coface
finden Sie online unter http://www.ots.at/redirect/country_risks1
(englisch)
Anhänge zu dieser Aussendung finden Sie als Verknüpfung im
AOM/Original Text Service, sowie über den Link "Anhänge zu dieser
Meldung" unter http://www.ots.at
Rückfragehinweis:
Coface Austria Holding AG Susanne Krönes Head of Marketing and Communications Tel.: 01/515 54 - 512 mailto:[email protected] http://www.coface.at
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