- 10.11.2010, 10:09:06
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Wiener planen wieder höhere Ausgaben für Weihnachten
Aktuelle Befragung zeigt positive Vorweihnachtsstimmung - Allein in Wien 350 Mio. Euro Einzelshandels-Umsatz erwartet - Ältere Generation am ausgabe-freudigsten
Wien (OTS) - "Die Vorzeichen für das heurige Weihnachtsgeschäft
sind gut, alle Signale stehen auf grün", sagt Brigitte Jank,
Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien. "Wir dürfen heuer wieder mit
steigenden Ausgaben und einer langen Wunschliste an das Christkind
rechen", so Jank, die sich dabei auf eine aktuelle
Konsumenten-befragung von KMU Forschung Austria und Makam Market
Research im Auftrag der Wirtschaftskammer Wien stützt. Demnach planen
85 Prozent bzw. 1,2 Millionen Wienerinnen und Wiener
Weihnachtsgeschenke einzukaufen. In Summe werden dadurch rund 9
Millionen Geschenke an Freunde, Verwandte und Familie verteilt.
Durchschnittlich wird jeder Wiener bis zum 24. Dezember rund sieben
Geschenke einkaufen und dafür in Summe 360 Euro ausgeben. Die
Ausgaben der Wiener liegen damit deutlich über dem österreichischen
Durchschnitt. Pro Person werden die Ausgaben damit um rund zehn Euro
über dem vergangenen Jahr liegen. "Der Wiener Handel steht bereit,
für jeden Geschmack das richtige zu bieten", sagt Jank. "Das
Weihnachtsgeschäft ist voll angelaufen".
Verbesserte Wirtschaftslage wirkt positiv
Laut Jank wird sich die zunehmend besser werdende Wirtschaftslage
positiv auf das heurige Weihnachtsgeschäft auswirken. Die Konjunktur
gewinnt langsam an Fahrt, die Auftragssituation wird in den meisten
Betrieben besser, der Arbeitsmarkt hat sich stabilisiert. "Für die
Ausgabenfreudigkeit sind das ganz entscheidende Faktoren, denn wie
viel man für Weihnachtsgeschenke ausgeben will, ist bei den meisten
eine Frage der Stimmung und nur bei einem kleineren Teil der
Bevölkerung durch die eigene wirtschaftliche Situation begrenzt", so
Jank. Den positiven Rückenwind der Konjunktur gelte es nun für den
Handel zu nutzen. Negative Auswirkungen durch die
Budgetkonsolidierung des Bundes erwartet Jank vorerst nicht.
Haupteinkaufszeit ist im Dezember
Auch im heurigen Jahr verfestigt sich der Dezember als
Haupteinkaufszeit. Während es vor zwei Jahren schon beinahe mehr
Early-Shopper als Late-Shopper gab, setzt sich nun zum zweiten Mal in
Folge der Dezember wieder klar durch. In Summe planen 57 Prozent der
Wiener, den Großteil der Weihnachtsgeschenke im Dezember zu kaufen,
19 Prozent im November. Fast jeder Dritte lässt sich überhaupt bis
kurz vor Weihnachten mit seinen Einkäufen Zeit. Man kauft also wieder
später und lässt sich mehr Zeit für die Auswahl der Geschenke. In den
Geschäften tummelt man sich aber schon früher. Denn mehr als jeder
Vierte beginnt mit seinen Einkäufen bereits im November, stolze 17
Prozent bereits im Oktober oder noch früher. Vor allem ältere
Konsumenten - und hier eher die Frauen - neigen dazu, ihre Einkäufe
früher zu erledigen, die Jüngeren - insbesondere Männer - lassen
Weihnachten lieber auf sich zukommen.
Ältere Generation gibt am meisten aus
Wie viel die Wienerinnen und Wiener für Weihnachtsgeschenke ausgeben,
ist durchaus sehr unterschiedlich. Beachtliche zehn Prozent plant
mehr als 800 Euro auszugeben, weitere 20 Prozent zwischen 400 und 800
Euro. Jeder sechste will sein Budget mit 100 Euro begrenzen.
Besonders großzügig zeigt sich die ältere Generation - sie plant mit
über 400 Euro die höchsten Ausgaben von allen Altersgruppen. Etwas
tiefer in die Tasche greifen werden auch Wiener mit Kindern unter 15
Jahren - sie planen im Schnitt 380 Euro auszugeben. Männer liegen mit
geplanten Durchschnittsausgaben von 370 Euro über dem Wert der Frauen
von 350 Euro - zumindest in der Befragung. Pro Geschenk werden heuer
übrigens 52 Euro im Schnitt ausgegeben. Im vergangenen Jahr waren es
nur 50 Euro. Der Anteil jener Menschen, die aus unterschiedlichen
Gründen - etwa ein nicht-christliches Religionsbekenntnis oder die
familiäre Situation - keine Geschenke kaufen werden, ist seit Jahren
mit etwa 15 Prozent konstant.
Kunden ziehen echtes Einkaufserlebnis dem Internet vor
Obwohl das Internet heute praktisch jedem zugänglich ist, kaufen die
Konsumenten nach wie vor am liebsten traditionell in einem Geschäft
ein. Der Internethandel hat auch im heurigen Weihnachtsgeschäft nur
eine untergeordnete Rolle. Tendenziell stärker genutzt wird es nur
von Jungen unter 29 Jahre, bei älteren fällt das Netz praktisch
durch. Wenn im Internet gekauft wird, dann sind es zum überwiegenden
Teil Bücher (46%), gefolgt von Unterhaltungselektronik (24%) und
Bekleidung bzw. Computer (beides 16%). Während des Jahres kaufen die
Wiener sogar häufiger im Internet ein als in der Weihnachtszeit. "Das
besondere Flair unserer festlich geschmückten Einkaufsstraßen und
Grätzel macht Einkaufen in Wien zu einem besonderen Erlebnis, das
durch die virtuelle Welt am Bildschirm nicht zu ersetzen ist", ist
Jank überzeugt.
Bücher dominieren Geschenkliste, Bekleidung holt auf
Kontinuität gibt es an der Spitze der Geschenkliste der Wiener. Wie
in den vergangenen Jahren führen Bücher die Hitliste der
meistgekauften Geschenke an. Eine Veränderung gibt es auf Platz 2.
Gutscheine (Anm.: sie zählen nicht zu den Umsätzen im Einzelhandel,
da sie als Bargeldtausch gewertet werden) werden heuer ganz deutlich
von Bekleidung überholt - es wird also wieder mehr eingepackt. Auf
den weiteren Plätzen finden sich Spielwaren, Bargeld, Kosmetika,
Unterhaltungselektronik und vieles mehr (siehe beiliegende Grafik).
Besonders interessant ist aber auch ein näherer Blick auf die Art der
Gutscheine, die dieses Jahr geschenkt werden. Ganz oben auf der Liste
stehen Gutscheine für Bekleidung und Textilien, gefolgt von
Gutscheinen für Kosmetiker, Bücher, Reisen, Genussmittel und
Unterhaltung. Für den Bekleidungshandel dürfte das heurige
Weihnachtsgeschäft also eine besonders gute Saison werden.
Eigene Wünsche noch sehr unklar
Was die Wienerinnen und Wiener ihren Liebsten schenken wollen, wissen
sie heute bereits ziemlich klar. Wenig Gedanken haben sie sich
hingegen darüber gemacht, was sie selbst geschenkt bekommen möchten.
Stolze 40 Prozent sind immer noch unentschlossen und können ihren
Schenkern daher noch keinen nützlichen Tipp geben. Wer sich bereits
über seine Wünsche im Klaren ist, lässt sich dafür nur schwer
einordnen, denn die Wunschliste der Wiener ist lang: von Büchern über
Reisen und Bargeld bis hin zu Computern, Smartphones und immaterielle
Geschenke wie Gesundheit oder ein Besuch der Familie in der
Weihnachtszeit. Mit den bisherigen Geschenken dürften die Wienerinnen
und Wiener offenbar recht zufrieden sein, denn mehr als die Hälfte
der Befragten hat keine Sorge, etwas zu bekommen, was ihm oder ihr
nicht gefällt. Der Rest wünscht sich allerdings, dass die Schenkenden
kreativ sind und sich etwas Persönlicheres überlegen als Krawatten,
Socken oder Küchengeräte.
Die repräsentative Konsumentenbefragung fand unter 400 Wienerinnen
und Wienern unter 15 Jahren statt.
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Wien Dr. Gary Pippan Presse & Medienmanagement Tel.: 01 51450-1314 mailto:[email protected] http://www.wko.at/wien
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