OTS0226   8. Nov. 2010, 18:50

Österreichischer Klimaschutzpreis 2010: Die Sieger stehen fest

Ein Null-Energiebilanz-Hotel, eine Möbelbeschichtung aus Zucker, ein flexibles Mini-Wasserkraftwerk und eine steirische Region wurden ausgezeichnet


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Wien (OTS) - Das Wiener Boutique-Hotel Stadthalle ist das erste
Null-Energiebilanz-Hotel der Welt; das Kärntner Unternehmen impress
decor ersetzt das Erdölprodukt Melamin durch eine Möbelbeschichtung
aus Zucker; die Stromboje der Firma Aqua Libre erzeugt Strom aus
Wasserkraft ohne Stauwerk und Dämme und das Institut für Nachhaltige
Technologien (AEE Intec) erreichte mit der steirischen Energieregion
Weiz-Gleisdorf minus 25% CO2 in nur fünf Jahren. Sie sind die Sieger
des Österreichischen Klimaschutzpreises, der von ORF und
Lebensministerium seit 2008 in jeweils vier Kategorien vergeben wird.
"Klimaschutz ist marktfähig geworden", so Umweltminister Niki
Berlakovich zu den Siegerprojekten 2010. "Die ausgezeichneten
Projekte und die zahlreichen Einreichungen zeigen, dass
klimaschonendes Handeln seinen Platz im Wirtschaftsleben und im
Alltag gefunden hat", erklärt Berlakovich. ORF-Generaldirektor
Alexander Wrabetz: "Für den ORF ist der Klimaschutz ein zentrales
Anliegen im Sinne seines öffentlich-rechtlichen Auftrages und wir
werden in unserem Engagement vom Publikum bestätigt: Unser
Servicemagazin 'Konkret', das den Klimaschutzpreis präsentiert,
erreicht damit jedes Jahr beste Quoten und konnte auch heuer im
Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent zulegen."

Eine ExpertInnen-Jury und das ORF-Publikum wählten die
GewinnerInnen aus insgesamt 310 Einreichungen aus. Auch in diesem
Jahr fiel die Entscheidung nicht leicht, wie Jury-Sprecherin Birgit
Kohlmaier-Schacht beschreibt: "Mit jedem Jahr wird die
durchschnittliche Qualität der Einreichungen besser, die Bewertung
umso schwieriger." Die 16 von der Jury nominierten Projekte wurden im
Oktober im ORF-Servicemagazin "Konkret" präsentiert und dem Publikum
zur Wahl gestellt.

Die Gewinner 2010

In der Kategorie Industrie & Großbetriebe setzte sich impress
decor GmbH mit einer "süßen" Möbelbeschichtung durch: Als Ersatz für
das in der Herstellung energieintensive Erdölprodukt Melamin wurde
ein gleichwertiges Produkt aus Zucker entwickelt. Das spart monatlich
soviel Melamin, wie in drei Lkw-Zügen Platz hat.

Die Stromboje von Aqua Libre brachte den Sieg in der Kategorie
Alltag & Ideen: Sie ist ein flexibles Mini-Flusskraftwerk, das sich
bereits in der Donau bewährt hat. Die Boje erzeugt Strom aus
Wasserkraft ganz ohne Stau und Dämme, sie ist Hochwassertauglich und
gefährdet weder Tiere noch Pflanzen, weder Boote noch Badende. Allein
in der Wachau könnten 30.000 Haushalte mit Strom(bojen) aus der Donau
versorgt werden.

In der Kategorie Landwirtschaft & Gewerbe gewann das
Boutique-Hotel Stadthalle als vermutlich weltweit erstes
Null-Energie-Bilanz Hotel im urbanen Raum: Das bestehende Gebäude
wurde thermisch vollsaniert. Der angrenzende Zubau ist ein
Passivhaus, dessen Energiebedarf zur Gänze mit
Grundwasserwärmepumpen, Photovoltaikanlage und Solaranlage gedeckt
wird.

Die Region Weiz-Gleisdorf mit 17 Gemeinden schaffte mit einem
EU-geförderten Projekt den Einzug in die Europa-League der
Energieregionen und gewann in der Kategorie Regionen & öffentlicher
Raum. Binnen fünf Jahren konnte der Ausstoß an Treibhausgasen durch
eine Vielfalt von Projekten um 25% reduziert werden - von
hochwertigen Gebäudemodernisierungen, über die Installation von
Solar- und Photovoltaikanlagen bis zur Nutzung von Biomasse wie
Pellets oder Pflanzenöl.

Erfolg aus Österreich

"Der Österreichische Klimaschutzpreis beweist, dass Klimaschutz
und unternehmerisches Denken einander perfekt ergänzen. Die
mehrfachen Vorteile liegen auf der Hand: wirtschaftlicher Erfolg,
mehr green jobs, Kostenersparnis durch Nutzung von Alternativen,
aktiver Klima- und Umweltschutz und dadurch mehr Lebensqualität für
uns und unsere Kinder", so Umweltminister Niki Berlakovich.

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz: "Ziel des Österreichischen
Klimaschutzpreises ist es vor allem, vorbildliche Projekte vor den
Vorhang zu holen und möglichst viele Menschen, Gruppen, Betriebe oder
Gemeinden zur Nachahmung zu motivieren. Ich freue mich sehr, dass es
damit gelingt, Klimaschutz mit heimischer Innovationskraft statt
durch Katastrophen-Szenarien zu vermitteln".

Der Österreichische Klimaschutzpreis wird von Lebensministerium und
ORF bereits zum dritten Mal vergeben.

Konkret Spezial, 11. November, 22.45 Uhr, ORF 2

Alle Siegerprojekte und die Highlights der Verleihung werden am
11. November um 22.45 Uhr auf ORF2 im Rahmen eines "Konkret Spezial"
präsentiert.

Weitere Informationen:
http://klimaschutzpreis.orf.at, www.klimaschutzpreis.at

Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=52&dir=201011&e=20101108_y&a=event

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081850 Nov 10 MLA0002 0645



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