• 08.11.2010, 11:59:16
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  • OTS0110 OTW0110

Der OBDS fordert alle Jugendwohlfahrtsträger auf, Mitwirkung bei Abschiebungen von Familien mit Kindern zu verweigern.

Wien (OTS) - Der Oesterreichische Berufsverband der
SozialarbeiterInnen protestiert schärfstens gegen die vom
Bundesministerium für Inneres geforderte Mitwirkung der
Jugendwohlfahrtsträger bei Abschiebungen.

In einem seit kurzem von der Fremdenpolizei verbindlich
anzuwendenden BMI-Erlass soll es heißen:

"b) Psychologische Aspekte sind dahingehend abzudecken, als
seitens der zuständigen Fremdenpolizeibehörde der jeweilige örtlich
zuständige Jugendwohlfahrtträger von der Abholung/Festnahme zu
informieren und um Unterstützung zu ersuchen ist.
Die Umstände der psychologischen Betreuung, oder der
Nichtinanspruchnahme/Weigerung der Betroffenen an der Teilnahme, sind
entsprechend zu dokumentieren."

Der gesetzliche Auftrag der Jugendwohlfahrtsträger ist es dem
Kindeswohl Priorität zu geben. Abschiebungen widersprechen per se dem
Kindeswohl! Eine Mitwirkung der Jugendwohlfahrtsträger bei diesen
kinderrechtswidrigren Aktionen der Fremdenpolizei ist der aus
prinzipiellen Erwägungen abzulehnen. Sie widerspricht auch der
Berufsethik der SozialarbeiterInnen.

Der OBDS fordert daher alle Jugendwohlfahrtsäger und die dort
beschäftigten SozialarbeiterInnen auf, die Zusammenarbeit mit der
Fremdenpolizei bei Abschiebungen, in die Kinder involviert sind zu,
verweigern.

Rückfragehinweis:
Maria Moritz, Georg Dimitz
Mobil: +436641010043
mailto:[email protected]

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