• 02.11.2010, 10:18:59
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Jank: Wiener Wirtschaft erwartet 74 Mio. Euro durch Ballsaison

Bis 8. März werden 365.000 Ballgäste auf 450 Wiener Bällen erwartet - Laut aktueller Umfrage dürfen die Wiener Unternehmer mit einem guten Geschäft rechnen

Wien (OTS) - 02.11.2010 - Am Höhepunkt der Wirtschaftskrise ließen
sich die Wienerinnen und Wiener das Tanzen und Feiern nicht nehmen,
jetzt, wo es wieder aufwärts geht, wird es sogar noch besser werden.
Der Optimismus ist ungebrochen und äußert sich nicht nur in positiven
Erwartungen, sondern auch in steigenden Ausgaben in den Höhepunkt der
Wiener Lebensfreude - den klassischen Wiener Ball.

Wiener Bälle ziehen immer mehr Publikum an
"Noch mehr Wienerinnen und Wiener als bisher planen in dieser Saison
Bälle zu besuchen, und auch internationale Gäste zieht das
einzigartige Flair der Ballstadt Wien in zunehmenden Maße an", sagt
Brigitte Jank. 250.000 Wiener (VJ: 235.000) wollen in dieser Saison
einen Ball besuchen, jeder Vierte auch mehrere. Rund 115.000 Gäste
(VJ: 80.000) werden aus den Bundesländern und dem Ausland erwartet.
"Die Wiener tanzen in den Aufschwung und unterstützen damit die
positive Stimmung, die die Wirtschaft braucht", so Jank, die sich auf
eine aktuelle Studie der KMU-Forschung Austria im Auftrag der
Wirtschaftskammer Wien stützt. Im Schnitt planen die Besucher 220
Euro (VJ 215 Euro) auszugeben. Durch die gestiegene Zahl der
Ballgäste bedeutet das eine Gesamtwertschöpfung von rund 74 Millionen
Euro. In der letzten Saison betrug die Gesamtwertschöpfung 67
Millionen Euro.

Beweggründe einen Wiener Ball zu besuchen
Einen schönen Abend mit der/dem PartnerIn zu verbringen, das Flair zu
genießen und Freunde zu treffen sind die wichtigsten Motive für einen
Ballbesuch. Daran wird sich auch in der kommenden Ballsaison nichts
ändern. Aber auch die Möglichkeit zu tanzen und die Musik zu genießen
"lockt" die WienerInnen auf die zahlreichen Bälle in Wien.

Unmittelbare Ausgaben für Ballbesuch steigen
An direkten Ausgaben planen die Wiener Ballbesucher in der kommenden
Saison rund 38 Millionen Euro für Ballkarten und Tischreservierungen
sowie für Speisen/Getränke am Ball (VJ: 33 Millionen Euro). Für neue
Ballgarderobe, Schuhe und Accessoires/Schmuck rechnen die
Ballbesucher mit Ausgaben in der Höhe von 22 Millionen Euro (VJ: 17
Millionen Euro). In den Friseurbesuch und die Kosmetikbehandlung
werden rund 9 Millionen Euro (VJ: 8 Millionen Euro) veranschlagt. Die
Gastronomie erwartet Einnahmen von 5,4 Millionen Euro (VJ: 5
Millionen Euro), die Taxiunternehmen 3,6 Millionen Euro (VJ: 3
Millionen Euro).

Vorbereitungen vor dem Ball entwickeln sich unterschiedlich
Gegenüber dem Vorjahr sind die Ausgaben, die unmittelbar für den Ball
getätigt werden, in etwa gleich geblieben. Rund die Hälfte der
Besucher will einen Friseur aufsuchen, einen Besuch im Kosmetiksalon
haben auch heuer nur 10 Prozent der Frauen auf jeden Fall vor.

Leicht gestiegen ist die Investitionslust in eine neue Garderobe. 30
Prozent der Ballbesucher wollen in neue Schuhe (VJ: 25 Prozent), 20
Prozent in eine neue Ballgarderobe (VJ: 15 Prozent) und 20 Prozent in
Schmuck und Accessoires (VJ: 20 Prozent) investieren. Mit 5 Prozent
der Befragten ist, wie auch im Vorjahr, die Bereitschaft, sich unter
professioneller Anleitung bei Tanzkursen vorzubereiten, eher gering.

Ausgaben für die Wiener Bälle
Durchschnittlich geben die Wienerinnen und Wiener für einen
Ballbesuch inklusive der Vorbereitungen 220 Euro aus.

Der Frisurentrend: klassisch-elegant
Weg von ungezähmten hochgesteckten Locken und hin zum klassisch
eleganten Look. Das ist auch heuer wieder der Trend für die nächste
Ballsaison. Sauber gekämmte extravagante Frisuren mit glänzendem Haar
und wenige große glamouröse Locken verbunden mit flachen Seiten oder
Nackenpartien machen den Besuch beim Friseur unumgänglich. Um
Üppigkeit und Volumen zu erzielen kommen Füllmaterialien, Haartressen
und feine unsichtbare Haarnetze zum Einsatz. Auch Flechteffekte
finden beim Romantiklook ihre Verwendung, werden dort aber ebenfalls
zum Eyecatcher. "Big-Hair" heißt der neue Look! Mit Verwendung von
mehreren Haarteilen kann sich auch die Kurzhaarträgerin vor diesem
Trend nicht verstecken. Grundsätzlich richtet sich das
Frisurenstyling nach dem Ballkleid und dem Typ der Trägerin. Mutige
Damen bleiben beim hochtoupierten "Big-Hair-Look", dürfen dabei aber
neben glatten Partien auch unfrisierte filzige Elemente belassen.
Perfektion in der Gestaltung, sowie Erfahrung beim Kreieren der
Proportionen setzen die Hohe Kunst des Frisierens voraus und die
überlässt man dem Profi!

Ein Spiel mit Kontrasten und Brüchen
Eine gewisse Rückkehr zum Purismus erwartet das Wiener
Bekleidungsgewerbe. Das Revival des puren Stils wird freilich nicht
zu streng ausfallen. Zwar konzentriert sich die Mode in diesem Stil
noch immer auf das Wesentliche und zeichnet sich durch gerade Linien
und dezente Farben aus, doch feine Spitzenelemente in Weiß oder Beige
brechen spielerisch die strikten Vorgaben und sorgen für zarte Noten.

Schwarz mag zwar die Trendfarbe der Wintersaison sein, doch gerade
auf Bällen ist Farbenpracht nie gänzlich fehl am Platz. Gerade die
Pariser Schauen zeigten, dass dieses Jahr der Winter von
Frühlingsfarben aufgemischt und herzlicher wird. Pink, Gelb und
Türkis werden für herzerwärmende Kontraste sorgen. An Accessoires
erleben heuer goldene Ketten und Armreifen ein Comeback.
Selbstverständlich dezent und als wärmende Zier eingesetzt.

Ballklassiker in den Tanzschulen
Wenngleich das Tanzen als Grund, einen Ball zu besuchen erst an
vierter Stelle genannt wird (siehe Grafik), lieben die Wiener das
Tanzen. Vor allem lieben sie die klassischen Tänze. Die Wiener
Tanzschulen registrieren eine Konzentration auf Walzer, Tango,
Foxtrott und Boogie sowie eine Neigung zu lateinamerikanischen Tänzen
- auch das mag auf Frida Kahlo zurückzuführen sein.

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Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Wien 
   Dr. Gary Pippan
   Presse & Medienmanagement
   Tel.: 01 51450-1314
   mailto:[email protected]
   http://www.wko.at/wien

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