- 29.10.2010, 11:34:25
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Eine weltweite Guideline für verantwortungsvolles Wirtschaften
WKÖ: Das demnächst vorliegende CSR-Regelwerk ISO 26.000 ist grundsätzlich sinnvoll, für KMU jedoch kaum praktikabel
Wien (OTS/PWK834) - Kann man sozialverträgliches, ökologisches
Handeln in eine Norm gießen? Soll es verbindliche Vorgaben für gutes
Handeln geben? Diese Fragen werden diskutiert, seit Corporate Social
Responsibility (CSR) in den Chefetagen der Unternehmen Einzug
gehalten hat. "CSR ist die freiwillige - aber dadurch nicht beliebige
- Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung. Starre
Verpflichtungen zum guten und ethischen Handeln kann und soll es
nicht geben. Dennoch sind weltweite Rahmenbedingungen für die
Implementierung eines CSR-Managementsystems sinnvoll. Denn dadurch
können sich Betriebe strukturiert mit Nachhaltigkeit auseinander
setzen. Und nicht zuletzt verbessert eine solche Guideline die
öffentliche Wahrnehmung von CSR-Aktivitäten. Schließlich engagieren
sich die meisten heimischen Unternehmen auch jetzt schon
gesellschaftlich, ohne es darzustellen", erklärt Andreas Schneider,
CSR-Verantwortlicher in der Stabsabteilung Wirtschaftspolitik der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).
Dass ab November 2010 mit der ISO 26.000 eine erste weltweite
Guideline für verantwortungsvolles Handeln vorliegen wird, ist aus
der Sicht Schneiders ein erfreulicher Schritt. Schließlich ist die
ISO 26.000 die erste Guideline dieser Art, die einen internationalen
CSR-Standard setzt. Sie ist das Ergebnis eines langjährigen Dialoges
zwischen rund 400 Experten aus 99 Staaten. Großer Pluspunkt der ISO
26.000 ist laut Scheider, dass es sich dabei um eine freiwillige und
nicht zertifizierbare Orientierungshilfe für alle Organisationen -
nicht nur Unternehmen, sondern auch NGOs und die öffentliche Hand -
handelt. "Starre gesellschaftspolitische Reglementierungen würden
einfach nur Druck machen, Eigenverantwortung und Engagement behindern
und letztlich auch nicht auf die verschiedensten
Unternehmerbedürfnisse eingehen", ist Schneider überzeugt.
Der praktische Nutzen für Unternehmer ist, dass die ISO 26.000
alle bisherigen CSR-Regelungen und Leitfäden zusammenfasst und damit
einen Einstieg in das Themenfeld CSR erleichtert. Außerdem werden in
"Help Boxen" Hilfestellungen für die Implementierung von CSR
gegeben.
Wenig erfreulich ist aus der Sicht der Wirtschaft der Umfang des
neuen Regelwerkes: "Ein Kleinbetrieb wird kaum die Ressourcen
aufbringen können, um sich durch die rund 100 Seiten der ISO
durchzuarbeiten. Zudem müsste man den Text erst einmal in eine
verständliche Sprache umarbeiten. Die ISO 26.000 ist in dieser Form
für heimische Betriebe also kaum praktikabel", so der CSR-Experte.
Deshalb wurde im österreichischen Normungsinstitut eine Arbeitsgruppe
eingerichtet, der Schneider auch angehört. Die Expertengruppe will
eine nationale Managementsystemnorm schaffen, die konkret auf die
Bedürfnisse der heimischen Betriebe eingeht.
Um die Umsetzung von CSR im Unternehmeralltag geht es unter
anderem auch beim Symposium "Mit FAIRantwortungsvoller
Unternehmensführung (CSR) und Nachhaltigkeit zum wirtschaftlichen
Erfolg". Die hochkarätig besetzte Veranstaltung findet vom 26. bis
27. November 2010 im Augustiner Chorherrenstift Reichersberg statt.
Der Unkostenbeitrag beträgt 50 Euro. (PM)
Veranstaltungshinweis: Symposium Stift Reichersberg - am 26./27.
11. 2010.
Weitere Infos unter: www.fairantwortung.at/reichersberg
Rückfragehinweis:
Mag. Andreas Schneider
Stabsabteilung Wirtschaftspolitik der Wirtschaftskammer Österreich
Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien
Tel. + 43 (0) 590 900 4280
mail: [email protected]
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