• 29.10.2010, 10:58:53
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Familienbeihilfe nur mehr bis 24 ist Anschlag auf finanzielle Existenz der Studierenden

Frais: "Auch für Mittelstandsfamilien wird Studienfinanzierung immer schwerer"

Linz (OTS) - "Mit 24 Jahren hat laut Statistik Austria noch nicht
einmal die Hälfte der Bachelor-Studierenden an Österreichs
Universitäten ihren Studienabschluss gemacht. Wenn die
Bundesregierung den StudentInnen aber in der Endphase ihres Studiums
auch noch die Familienbeihilfe streicht, dann zwingt sie diese dazu,
eine Nebenbeschäftigung aufzunehmen. Der Effekt wäre eine finanziell
prekäre Situation der Studierenden und deren Familien sowie eine
weitere Verlängerung der Durchschnittsstudiendauer. Diese unsoziale
Maßnahme ist höchst bildungsfeindlich und muss umgehend
zurückgenommen werden", kritisiert SP-Klubobmann Dr. Karl Frais die
von der Bundesregierung geplante Limitierung der Bezugsdauer der
Familienbeihilfe.

Die Zahlen sprechen für sich: Mit 24,7 Jahren haben erst die Hälfte
der Bachelor-Studierenden ihr Studium erfolgreich abgeschlossen. Das
Median-Alter für Studienabschlüsse von Diplomstudien reicht von 25,4
Jahren (Rechtswissenschaften) über 26,9 Jahre (Medizin) bis hin zu
29,4 Jahren (Theologie). Die Zahlen stammen alle aus der Untersuchung
"Bildung in Zahlen 2008/09" der Statistik Austria. "Wer angesichts
dieser Fakten die Familienbeihilfe ab 24 Jahren streicht, der
gefährdet die finanzielle Existenz der Studierenden und bringt die
Familien unter enormen Druck. Die finanzielle Bürde des Wegfalls der
Familienbeihilfe und des Kinderabsatzbetrags mit etwa 3000 Euro pro
Jahr belastet auch Mittelstands-Familien in dramatischer Art und
Weise. Wenn gar zwei Kinder studieren, dann werden das viele Eltern
mit durchschnittlichen Einkommen gar nicht mehr finanziell bewältigen
können. Studienabbrüche und Studienverlängerungen aufgrund
notwendiger Nebenbeschäftigungen wären die Folge", betont der
SP-Klubobmann.

Erschwerend kommt hinzu, dass viele Rechtsvorschriften an den Bezug
der Familienbeilhilfe anknüpfen - sprich mit dem Wegfall der
Familienbeihilfe fallen dominoartig eine Reihe weiterer Förderungen
und Leistungen weg. "Diese unsoziale Attacke auf Studierende und
Familien muss dringend zurückgenommen werden. Denn mit solch
unausgegorenen Maßnahmen wird Österreich sicher nicht den Anschluss
an den OECD-Schnitt bei der Akademikerquote schaffen", stellt Frais
klar. Österreich verfügt derzeit über eine Akademikerquote von zirka
20%, während der OECD-Mittelwert bei zirka 36% liegt.

Rückfragehinweis:
SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner
Tel.: 0732/7720-11313

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