Oxonitsch ehrt vier Wiener Persönlichkeiten
Auszeichnungen für Gerhard Pahr, Hans Sturmer, Pater Edward Daniel und Anna Ehrlich
Wien (OTS) - Der Wiener Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch
überreichte diese Woche Auszeichnungen an vier Wiener
Persönlichkeiten. Hofrat Prof. Ing. Mag. Gerhard Michael Pahr,
Vizerektor der Pädagogischen Hochschule Wien, wurde die
Otto-Glöckel-Medaillie der Stadt Wien, Regierungsrat Hans Sturmer,
Vorsitzender des Aufsichtsrates des bfi Wien, wurde das goldene
Ehrenzeichen für die Verdienste um das Land Wien und Pater Edward
Daniel, Konsistorialrat und Dechant i.R., Domkurat und Ehrenkanonikus
der Dom- und Metropolitanpfarre St. Stephan, wurde das Goldene
Verdienstzeichen des Landes Wien verliehen. DDr.in Anna Ehrlich,
Autorin und Fremdenführerin, wurde mit der Ehrenmedaille der
Bundeshauptstadt Wien in Bronze ausgezeichnet. "So unterschiedlich
die Tätigkeitsbereiche der geehrten Persönlichkeiten auch sein mögen,
eines vereint sie: Sie haben alle in ihrem Bereich viel für Wien
bewegt", so Oxonitsch.
Biographie Gerhard Pahr
Hofrat Prof. Ing. Mag. Gerhard Michael Pahr, Vizerektor für
Ausbildung und Qualitätsentwicklung der Pädagogischen Hochschule
Wien, wurde 1948 in Goberling, Burgenland, geboren. Nach einer
Berufsausbildung schloss er 1999 seine Diplomprüfung zum Magister an
der Universität Wien - Institut für Erziehungswissenschaften ab.
Zunächst arbeitete er im Bereich der Elektrotechnik und Elektronik.
1986 kam er in die Berufspädagogische Akademie des Bundes in Wien.
2001 wurde er zum Abteilungsleiter des Technischen Gewerbes sowie
Direktor der Berufspädagogischen Akademie des Bundes in Wien ernannt.
Darüber hinaus war er von 1986 bis 2001 am Pädagogischen Institut des
Bundes in Wien in der LehrerInnenaus-, fort- und weiterbildung tätig
und von 1986 bis 2007 als Abteilungsvorstand an der Technisch
gewerblichen Abendschule der Arbeiterkammer - Abteilung Elektronik
beschäftigt.
2006 wurde er zum Gründungsvizerektor für Ausbildung und
Qualitätsentwicklung der Pädagogischen Hochschule Wien bestellt und
ein Jahr später zum Vizerektor ernannt.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit war er als Experte Mitglied in
verschiedenen Ausschüssen und Arbeitsgruppen, wie zum Beispiel in
der bilateralen Kommission im Bundesministerium für Unterricht, Kunst
und Kultur zwischen Österreich und Deutschland sowie in der
internationalen Gesellschaft für Ingenieurpädagogik, für die er
zusätzlich als Präsident der österreichischen Sektion wirkte.
Weiters war er Vorsitzender der Studienkommission an der
Berufspädagogischen Akademie des Bundes Wien, LehrerInnenvertreter
und Vorsitzender des gewerkschaftlichen Betriebsausschusses. Gerhard
Pahr hat die Aus- und Fortbildung mehrer Generationen von LehrerInnen
der berufsbildenden Schulen Wiens entscheidend mitgestaltet.
Biographie Hans Sturmer
Regierungsrat Hans Sturmer, Vorsitzender des Aufsichtsrates des bfi
Wien, wurde 1947 in Wien geboren. Sein Berufsweg führte ihn vom
gelernten Werkzeugmacher bei einer Wiener Firma über die Tätigkeit
als Sachbearbeiter und Gruppenleiter in der PVA der Angestellten.
Seit 2003 leitet Hans Sturmer den Geschäftsbereich Personal in der
Pensionsversicherungsanstalt der Angestellten.
Bereits in seiner Jugend war Hans Sturmer gewerkschaftlich engagiert:
zuerst in der Jugendorganisation der Gewerkschaft der
Privatangestellten, dann als Zentralbetriebsratvorsitzender der PVA.
Faire Arbeitsbedingungen zu erkämpfen und die berufliche
Weiterbildung der ArbeitnehmerInnen zu fördern, standen immer im
Mittelpunkt seiner Arbeit. Seit 1990, dem Gründungsjahr des
Berufsförderungsinstituts Wien, ist er ehrenamtlich als Vorsitzender
des Aufsichtsrats tätig. Zwei Aspekte waren für Hans Sturmer immer im
Vordergrund: Der Einsatz für die Rechte von Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmern und die der Aus- und Weiterbildung für Berufstätige.
Speziell die qualifizierte Ausbildung Jugendlicher und junger
Erwachsener ist ihm ein besonderes Anliegen.
Biographie Edward Daniel
Dechant Pater Mag. Edward Josef Daniel wurde in Polen geboren, wo er
seine Schulausbildung mit der Matura abschloss. Danach arbeitete er
acht Jahre als Arbeiter und Angestellter in einer Baufirma und
entschloss sich dann zum Besuch der Theologischen Hochschule der
Ordensgemeinschaft der Pallotiner in Warschau, wo er im Alter von 32
Jahren die Priesterweihe erhielt. Nach dem Studium der
Pastoraltheologie an der katholischen Universität Lublin war er als
Ordenspriester in der praktischen Seelsorge tätig.
Im Oktober 1986 wurde er dann zur Erzdiözese Wien abgeordnet und 13
Jahre später - im Juni 1999 - von Erzbischof Christoph Kardinal
Schönborn zum Dechanten des Dekanats 10 ernannt. Es ist ihm ein
großes Anliegen, das Miteinander zwischen Priestern und Laien in
seiner Pfarre zu fördern. Er setzt sich in Favoriten für den
ökumenischen und interreligiösen Dialog ein, wodurch das
Zusammenleben mit Menschen unterschiedlicher Religionen besonders
gefördert wird.
Biographie Anna Ehrlich
DDr.in Anna Ehrlich, Autorin und Fremdenführerin, 1943 in Wien
geboren, schloss das Psychologie- sowie das
Rechtswissenschaftsstudium mit dem Doktorat ab. Daneben legte sie die
FremdenführerInnenprüfung ab und lernte Sprachen und Bühnengesang.
Ihre Tätigkeit in der Pharmaindustrie führte sie mehrere Jahre ins
Ausland, vor allem nach Italien. 1997 kehrte sie wieder nach Wien
zurück, wo sie sich wieder vermehrt der bereits früher ausgeübten
Tätigkeit als Fremdenführerin widmet. Sie initiierte die Gruppe
"Wienfuehrung", die Themenführungen zu Wien anbietet und sich auch
mit den skurrilen und morbiden Seiten Wiens beschäftigt. Daneben
verfasste sie mehrere Sachbücher zur Kulturgeschichte Österreichs und
des Habsburgischen Hofes, unter anderem die Wiener Sittengeschichte
"Auf den Spuren der Josefine Mutzenbacher - eine Sittengeschichte von
den Römern bis ins 20. Jahrhundert". 2005 war Anna Ehrlich als
wissenschaftliche Beraterin der Ausstellung "Frivole Kunst" im Palais
Pallavicini tätig, seit der gleichen Zeit ist sie Redaktionsmitglied
des Programmmagazins "Wohin-in-Wien" und veröffentlicht Artikel auch
in anderen Printmedien. Anna Ehrlich mit ihrer Arbeit einen
wertvollen Beitrag zum hervorragenden Ruf Wiens als Kulturmetropole.
Foto demnächst unter http://www.wien.gv.at/pressebilder verfügbar.
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