- 28.10.2010, 19:27:18
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HTU Graz: 6.000 Studierende darf man nicht überhören!
Großdemonstration in Graz zeigt den Unmut der Studierenden über die geplanten Einschnitte bei der Familienbeihilfe
Graz (OTS) - Heute Nachmittag machten die Grazer Studierenden
ihrem Unmut Luft und nahmen an der Großdemonstration der Grazer ÖHen
gegen die geplanten Kürzungen bei der Familienbeihilfe teil. Auch
bei den Demonstrationen in anderen Universitätsstädten zeigten
tausende Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass sie die geplanten
Sparpläne der Regierung nicht kampflos hinnehmen wollen.
"Die Bundesregierung wäre gut beraten, diese Demonstrationen ernst
zu nehmen und diesen Anschlag auf die Zukunft Österreichs zu
unterlassen", erklärt Andreas Kainer, Vorsitzender der HTU Graz.
"Letzte Woche bei den Vollversammlungen hat sich bereits gezeigt,
dass immer mehr Studierende sich um ihre Zukunft sorgen, die
Demonstrationen haben uns das heute bestätigt", fügt er weiter an.
"Faymann und Pröll scheinen sich nicht bewusst zu sein, welche
Tragweite das Vorhaben, das Bezugsalter für die Familienbeihilfe auf
24 Jahre zu senken, hat", ergänzt Josef Ehgartner, 2. stv.
Vorsitzender der HTU Graz, und fährt fort: "Weitere Folgeeffekte wie
beispielsweise der Verlust des Heimplatzes treffen die Studierenden
und damit deren Eltern doppelt und dreifach."
"Mit der Altersgrenze von 24 Jahren wird es vielen Studierenden
nicht mehr möglich sein, für das gesamte Studium Familienbeihilfe zu
beziehen, da gerade an der TU Graz viele Studierende erst mit 19 oder
20 Jahren zu studieren beginnen. Dadurch ist der Verlust der
Familienbeihilfe kurz vor Ende des Studiums vorprogrammiert", führt
Kainer weiter aus. "Dies führt wiederum dazu, dass viele Betroffene
dann (noch mehr) arbeiten müssen, um ihr Studium zu finanzieren. Es
braucht hier keine Glaskugel, um vorherzusagen, dass dies die
Studienzeiten verlängern wird und Studierende vermehrt ihr Studium
aus finanziellen Gründen abbrechen müssen."
"6.000 Menschen auf der Straße darf man nicht einfach ignorieren",
zeigt sich Ehgartner überzeugt: "Es geht hier nicht nur um die
Studierenden und deren Eltern, es geht vor allem um die Zukunft
unseres Landes!"
"Es liegt nun an SPÖ und ÖVP, aus dem familiären Debakel von
Loipersdorf schnell die richtigen Schlüsse zu ziehen und
gegenzusteuern. Noch ist Zeit, die Kürzungen zu überdenken. Es ist
zwar noch nicht zu spät, aber bereits fünf vor zwölf", schließen
Kainer und Ehgartner gemeinsam.
Rückfragehinweis:
HochschülerInnenschaft an der TU Graz
Tel.: +43 316 873 5100
http://www.htu.tugraz.at
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