• 28.10.2010, 09:51:38
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Katholische Jungschar Österreichs ruft zur Teilnahme an den Demonstrationen gegen die Kürzungen der Familienbeihilfe auf

Wien (OTS) - Tausende Menschen werden am Donnerstag den 28.
Oktober in ganz Österreich gegen die geplanten Einsparungen
demonstrieren. Vier Demonstrationszüge werden ab 16.00 Uhr in Wien,
Graz, Linz und Salzburg zeigen, dass die geplanten Kürzungen keine
kleine Randgruppe treffen, sondern das Leben vieler junger Menschen
ganz massiv beeinträchtigen.

Dass gerade junge Familien, die in der Regel ohnehin nicht viel
Geld zur Verfügung haben, von den Sparmaßnahmen getroffen werden,
versteht Christina Schneider, Vorsitzende der Katholischen Jungschar
Österreichs (KJSÖ), nicht: "Es ist doch widersinnig, wenn man
einerseits darüber klagt, dass immer weniger Beitragszahler/innen
immer mehr Pensionsempfänger/innen gegenüber stehen, und man
andererseits junge Familien finanziell austrocknet. Ideenloser
Sozialabbau wird uns da als Reformpolitik verkauft."

Die Sparmaßnahmen könnten auch negative Auswirkungen auf das
ehrenamtliche Engagement in der Jungschar haben. Unter den 11.000
freiwilligen Gruppenleiterinnen und Gruppenleitern der Jungschar
finden sich besonders viele Studierende. Wer sich noch mehr als
bisher zum Studium dazuverdienen muss, hat noch weniger Zeit und
Möglichkeit für unbezahlte soziale Tätigkeiten. Eine Förderung der
aktiven Bürgerschaft, wie sie im Europäischen Jahr der
Freiwilligentätigkeit 2011 angestrebt wird, sieht für Schneider
anders aus.

Allein im kommenden Jahr werden die Familien mit zusätzlichen 300
Millionen Euro belastet. In Österreich ist bereits jetzt jede sechste
Familie mit drei oder mehr Kindern armutsgefährdet. Der Wegfall des
Mehrkinderzuschlags ab dem dritten Kind soll alleine 58 Millionen
fürs Budget bringen. In 35.000 Fällen wird die Beihilfe komplett
gestrichen. Die gerade erst eingeführte 13. Familienbeihilfe fällt
ganz weg. Die Katholische Jungschar mahnt einen gewissen
Vertrauensschutz auch für die jüngere Generation ein und unterstützt
daher die Demonstrationen am Donnerstag.

Treffpunkte:

Wien: 16:00 vor der Universität Wien
Graz: 16:00 vor der Universität Graz
Salzburg: 16:30 am Mozartplatz
Linz: 17:30 im Volksgarten Linz

Rückfragehinweis:

Robert Korec
   Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Gesellschaftspolitik
   Telefon: +43/1/481 09 97-15
   Mobil: +43 676 88 011 1000
   [email protected]
   www.jungschar.at

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