- 27.10.2010, 12:02:01
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Peter Dressler und Basim Magdy - Zwei neue Projekte im öffentlichen Raum
KÖR Kunst im öffentlichen Raum eröffnet heute zwei Installationen am public space karlsplatz.
Wien (OTS) - Peter Dressler. Spannungsunterbrechung
Eröffnung: Mittwoch, 27. Oktober 2010, 17 Uhr, public space
karlsplatz
Ein elegant gekleideter Herr im Anzug demontiert sämtliche
Gegenstände aus einem noblen "Business Class" Hotelzimmer und packt
sie in einen Koffer. Derselbe Mann taucht, diesmal bekleidet mit
Morgenmantel, weißem Hemd, Fliege und Smokingschuhen auf einem großen
grünen Tennisfeld beim "Tie Break" im Wiener Semper Depot auf. Wie so
oft steht der Künstler als alleiniger Darsteller in die Szene
beherrschenden Räumen im Mittelpunkt der poetischen
Beobachtungswelten Peter Dresslers.
Am liebsten bannt Dressler, der seine Fotografien als fixierte
Filme beschreibt situationsstarke Kurznarrative in Bildfolgen. Der
Künstler erkundet mit seinen Bildfindungen Neurosen des Alltags,
skurrile Verhaltensweisen und übersteigerte Formen der Aneignung.
Eine angenehme Langsamkeit vermittelnd, persifliert er wie in
"Business Class" lässige Sünden kleinbürgerlicher Manier oder
inszeniert wie in "Tie Break" die Selbstbezüglichkeit und Melancholie
des in den Mauern seines Selbst gefangenen modernen Menschen.
Peter Dressler, 1942 in Kronstadt geboren, lebt und arbeitet in
Wien.
Basim Magdy. One Day We Will Shine Like The Stars
Eröffnung: Mittwoch, 27. Oktober 2010, 18 Uhr, public space
karlsplatz
Basim Magdys Projekt One Day We Will Shine Like The Stars besetzt
den öffentlichen Raum in einer quasi anarchischen Weise. Statt einem
klassischen Monument für die glorreiche Raumfahrt, wie wir es noch
aus den 1950er und 1960er Jahren kennen, begegnen wir hier einem
alten Zirkuswagen, hinter dessen Gittern müde gewordenen Astronauten
ihren verblichenen Träumen nachhängen.
Die kollektive Idee vom Weltall als Ort der Sehnsucht, Hoffnung
und Erlösung wird von Basim Magdy als ausgemusterte Zirkusnummer
präsentiert. Auch wenn keine strahlenden Helden vorgeführt werden,
sondern abgekämpfte Gesellen in einem Setting, das von Nutzlosigkeit
und Einsamkeit erzählt, lassen sie dennoch etwas vom Heroismus des
Scheiterns verspüren. Magdys Installation ist eine demütige
Auseinandersetzung mit dem Ende des großen Menschheitstraums, Herr
über die Erde und die Sterne zu sein.
Basim Magdy, geboren 1977 in Assiut / Ägypten, lebt und arbeitet
in Basel / Schweiz und Kairo / Ägypten
Rückfragehinweis:
Mag. Katharina Murschetz, Presse KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien, 52189-1221 [email protected]
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