• 25.10.2010, 14:22:23
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JUGENDVERTRETUNG: Sieht so Generationengerechtigkeit aus?

Die BJV fordert die Bundesregierung auf, endlich auch mit der gesetzlich eingerichteten Interessenvertretung der Jungen zu verhandeln

Wien (OTS) - Für die Bundesjugendvertretung ist der heutige Tag
bezeichnend für den Zustand der österreichischen Kinder- und
Jugendpolitik: "Mit den SeniorenvertreterInnen fanden heute
Verhandlungen über Pensionen ihren Abschluss. Wir, die gesetzlich
eingerichtete Interessenvertretung der jungen Menschen, wurden in die
Verhandlungen über das Budget in keiner Weise einbezogen", so
Magdalena Schwarz, Vorsitzende der BJV. Die BJV erinnert die
Regierung an das Bundes-Jugendvertretungsgesetz, wonach der BJV
sozialpartnerschaftlicher Status zukommt: "Wir fordern Bundeskanzler,
Vizekanzler und alle Mitglieder der Bundesregierung dringend dazu
auf, die von der Regierung vorgesehenen inakzeptablen Einschnitte für
die Jugendlichen aufzuheben und mit uns neu zu verhandeln", betont
Magdalena Schwarz.

Kein Sanieren auf dem Rücken der Jungen!

Die BJV kritisiert neben mangelnden Strukturreformen im Bildungs-,
Verwaltungs- und Pensionsbereich vor allem auch die Kürzungen im
Zivildienst, die vorgesehenen Regelungen in der Universitätspolitik
sowie die drastischen Kürzungen in der Familienbeihilfe. "Für die
Gesellschaft wird die Umsetzung dieser Vorhaben nachhaltig negative
Auswirkungen haben. Junge Menschen werden massiv in Armut und
Isolation getrieben", so Schwarz. Das zeigt sie an einem einfachen
Beispiel auf:
Ein 19-Jähriger HTL-Maturant entscheidet sich Jus zu studieren. Davor
muss er den Zivildienst ableisten. Mit 20 darf er dann anfangen zu
studieren und kommt in eine Studieneingangsphase. Dort wird dann
festgestellt, dass er scheinbar nicht fürs Jus-Studium geeignet ist.
Also wechselt er mit 21 sein Studium. Der Student ist immens unter
Druck, muss er doch, um die Familienbeihilfe nicht zu verlieren, in
weniger als Mindestzeit sein Studium beenden.
"Das ist nur ein Beispiel, das zeigt, wie massiv sich die Kürzungen
auf das Leben junger Menschen auswirken. Die geplanten Regelungen
sind sozial ungerecht, geben Jugendlichen noch weniger Chancen am
Arbeitsmarkt und erschweren auch ehrenamtliches Engagement in einer
Jugendorganisation enorm. Das ist für uns inakzeptabel. Wir warten
nun auf eine Einladung zu Verhandlungen. Bis dahin werden wir uns bei
sämtlichen Protesten gegen das Jugend-Sparket beteiligen", so
Magdalena Schwarz abschließend.

Rückfragehinweis:
Bundesjugendvertretung
Mag. Benedikt Walzel
Geschäftsführer
Tel.: 0676/880 111 147
mailto:[email protected]

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