• 25.10.2010, 12:10:14
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ÖZIV: Grausamkeiten nicht zu Ende

Weitere Verschlechterungen beim Pflegegeld zu erwarten

Wien (OTS) - ÖZIV Präsident Klaus Voget warnt alle Betroffenen
davor, sich mit den nun feststehenden Tatsachen beim Pflegegeld
anzufreunden und sich der trügerischen Hoffnung hinzugeben, dass
damit das Ende der Fahnenstange erreicht ist. "Wir gehen davon aus,
dass beim Pflegegeld weitere Grausamkeiten drohen. Es gibt erste
Hinweise darauf, dass das Pflegegeld in den kommenden Pflegefonds
wandert. Wenn das passiert, dann gibt es keine Wahlfreiheit und kein
selbstbestimmtes Leben mehr für die Betroffenen, sondern dann werden
mit 2,2 Mrd. Euro Pflegegeld neue Arbeitsplätze im Pflegebereich
geschaffen. Dass aber alleine die Personalkosten, die entstehen, wenn
alle Pflegestunden von professionellen Dienstleitern abgedeckt
werden, geschätzte 8,8 Mrd. Euro kosten, übersieht der
Arbeitsminister."

Ein Sozialminister der bedauert, dass 1,5 Milliarden des
Pflegegeldes in den Familien bleiben und nicht für den Zukauf von
Leistungen (wie z.B. mobile Dienste) verwendet werden, will
offensichtlich kein Verständnis für die Anliegen von Menschen mit
Behinderungen haben. Er hat offensichtlich auch in seinem Beraterstab
niemanden, der ihm die Anliegen authentisch vermitteln kann. Kein
Wunder, ist doch die SPÖ die einzige aller Parteien, die noch nie den
Mut hatte, einen Behindertensprecher zu haben, der aus den Reihen der
Betroffenen kommt.

Rückfragehinweis:
ÖZIV - Österreichischer Zivil-Invalidenverband
Bundessekretariat
Stefan Pauser
Tel. 01-513 15 35-35
Mail: [email protected]

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